Schlager
Beatrice Egli: «Ich bin ja keine saure Zitrone»

Shootingstar Beatrice Egli brachte das Kunststück fertig, mit der neuen CD «Pure Lebensfreude» zum zweiten Mal innert sechs Monaten in der Schweizer Album-Hitparade von 0 auf 1 zu stürmen.

Reinhold Hönle
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Beatrice Egli: Für 25000 Franken ist sie für zu bekommen

Beatrice Egli: Für 25000 Franken ist sie für zu bekommen

HO

Was bedeutet Ihnen Ihr zweites Nummer-1-Album in der Schweizer Hitparade im gleichen Jahr?

Beatrice Egli: Nach einigen schlaflosen Nächten, weil ich vor der Veröffentlichung dieser Platte mehr Zeit hatte, um nervös zu werden, als nach dem Sieg bei «Deutschland sucht den Superstar», bin ich nun überglücklich.

Wer hatte die Idee, nach nur sechs Monaten schon wieder ein Album herauszubringen?

Als ich mit «Glücksgefühle» auf Tournee war, sagte ich schnell: «Ich brauche mehr solche Lieder.» Das musste ich Dieter Bohlen nicht zweimal sagen. Er hatte schon 10 vorbereitet und schrieb weitere 20, damit wir gemeinsam die besten 13 aussuchen konnten. Wir haben im Sommer mit der Arbeit begonnen und wollten uns eigentlich viel länger Zeit lassen, doch nach zwei Monaten waren wir schon fast fertig. Als dann die Anfragen der Fans, wann eine neue CD käme, stark zunahmen, beschlossen wir, ihnen schon auf Weihnachten diese Freude zu machen.

Zur Person

Beatrice Egli wurde am 21. Juni 1988 in Pfäffikon SZ geboren. Die gelernte Coiffeuse, die 2007 mit «Sag mir wo wohnen die Engel» im Duett mit Lys Assia bei der Schweizer Ausscheidung zum Grand Prix der Volksmusik gewonnen hatte, veröffentlichte 2011 nach dem Abschluss ihrer Schauspiel- und Gesangsausbildung in Hamburg ihr Debütalbum «Feuer und Flamme». Der grosse Durchbruch gelang ihr jedoch erst mit dem Sieg bei der 10. DSDS-Staffel und dem ersten Platz mit der Single «Mein Herz».

Es war also nicht so, dass Dieter Bohlen meinte, man müsse die Zitrone noch auspressen, solange noch Saft drin ist?

Zum Glück bin ich ja keine saure Zitrone – im Gegenteil.

Aber diese Frequenz ist heutzutage schon sehr ungewöhnlich.

Es gibt andere Künstler, die das gemacht haben, wenn auch nur ganz wenige: Bon Jovi, Justin Timberlake, Gölä. Womit ich nicht sagen will, dass ich in dieser Kategorie angelangt wäre. Aber wenn man einen Plattenvertrag hat und es gerade läuft, muss man das auch nutzen.

Was bietet «Pure Lebensfreude» mehr als die letzte CD?

Das Album ist abwechslungsreicher und jedes der 12 Lieder individueller, weil ich diesmal in die Produktion involviert war. Bei «Glücksgefühle» habe ich einfach eingesungen, was ich bekommen habe. Jetzt habe ich mit entschieden, und einige Songs vier oder fünf Mal in unterschiedlichen Tempi und Instrumentierungen aufgenommen, bis ich meine Version gefunden hatte.

Was können Ihre Fans von Ihren nächsten Schweizer Auftritten erwarten?

Bei der Star Gala in Bern, wo auch Marc Pircher, Monique, Aline Alexandre und die jungen Zillertaler auftreten, wird es eine halbstündige Show mit vier Tänzern sein, in der Lenk ein ganzes Konzert mit Band und dem Country-Duo Enderlin Chicks als Vorprogramm.

In der «Helene Fischer Show», die von ZDF, SRF und ORF an Weihnachten ausgestrahlt wird, werden Sie ein Duett mit dem Superstar des deutschen Schlagers singen. Wie kam es dazu?

Nachdem ich Helene bei «Deutschland sucht den Superstar» als mein Vorbild bezeichnet hatte und wir uns vor dem Finale zum ersten Mal getroffen haben, hat sie mich gefragt, ob wir nun in ihrer Show zusammen etwas machen wollen. Das freut mich natürlich riesig.

Woher nehmen Sie die Energie für Ihr Marathon-Programm?

Wenn ich auf der Bühne stehe, geben mir die Musik und das Publikum ganz viel Energie zurück. Natürlich achte ich auch darauf, dass ich genug schlafe und meine Pausen bekomme – und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Inzwischen habe ich jedoch gelernt, die Zeit, die ich für mich habe, gut zu nutzen. Da ich von Natur aus ein sehr energiegeladener Mensch bin, muss ich mich grundsätzlich jedoch eher bremsen, wenn ich das tun kann, was ich liebe.

Haben Sie auch melancholische Momente?

Das ist sehr selten, aber natürlich gibt es sie auch. Wenn es im Januar grau ist, spät hell und früh dunkel wird, habe ich immer etwas zu kämpfen. Dann versuche ich, viel an die frische Luft zu kommen, Freunde zu treffen und Ski fahren oder Schlitteln zu gehen.

Wie verbringen Sie die Festtage?

Weihnachten feiere ich zu Hause mit der Familie. Ausserdem werde ich sehr viel schlafen – da herrscht grosser Nachholbedarf. Und dann fliege ich über Silvester zu einem Konzert von Céline Dion nach Las Vegas.

Welches ist Ihr Céline-Dion-Lieblingssong?

Ihre aktuelle Single finde ich toll, aber der «Titanic»-Song ist für mich «das» Liebeslied des Jahrhunderts.

Welche Pläne und Wünsche haben Sie für 2014?

Schon jetzt freue ich mich, dass ich im nächsten Herbst erstmals bei der «Schlagernacht des Jahres»-Tournee sein werde, wo ich früher immer als Fan hingepilgert bin. Dann wird es die «Pure Lebensfreude»-Tournee mit Band und ein neues Album geben. Wenn ich das Glück habe, gesund zu bleiben, werde ich mit meinen Fans sicher ein wunderschönes Jahr erleben.

Live 13.12. Star Gala Bern - Das Zelt; 25.1. Lenk, Das Zelt; 26.10. «Die Schlagernacht des Jahres» (mit Semino Rossi, Andreas Gabalier, u.a.) Zürich Hallenstadion.

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