Africa for Norway
Mit einer Spendenaktion wird für Aufklärung um Afrika gekämpft

Afrika ruft mit dem Song «Africa for Norway» zur Spendenaktion auf: Afrikaner wollen Heizungkörper ins frierende Norwegen verschiffen. Ein Witz? Nein, Aufklärung.

Sarah Künzli
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Mit dem Song «Africa for Norway» wird zur Spendenaktion für Norwegen aufgerufen.

Mit dem Song «Africa for Norway» wird zur Spendenaktion für Norwegen aufgerufen.

Ausschnitt aus dem Video

Statt für Afrika zu spenden, spendet der Kontinent für Norwegen. «Wir sehen, dass Norwegen friert. Afrika hat genug Wärme, um sie zu teilen. Es ist Zeit, dass Afrika auch etwas zurückgibt», singen die jungen Musikerin «Raid-Aid» im Chor.

Eine Realsatire zur Weihnachtszeit. Das Projekt wurde durch norwegische Studenten realisiert. Ihr Ziel war es, Menschen zu inspirieren, die komplexen Probleme in Afrika zu verstehen und die vielen positiven Entwicklungen in afrikanischen Ländern zu erkennen.

Auf der offiziellen Seite von «Africa for Norway» wird erläutert, was wirklich mit dem Song erreicht werden soll. «Stellt euch vor, jede Person in Afrika sieht das Video zum Song und dies wäre die einzige Information, die man über Norwegen hätte. Was würde man dann über Norwegen denken?» Das Ergebnis wäre: In Norwegen ist es so kalt, dass die Leute an der Kälte sterben.

Afrika ist nicht Armut, Hunger und AIDS

Genau dasselbe passiere jeden Tag mit Afrika. Wenn die Leute in den westlichen Ländern an Afrika denken, würden sie nur Bilder von Armut, Hunger, Verbrechen und AIDS vor sich haben. «Die Wahrheit ist, dass es in Afrika viele positive Entwicklungen gegeben hat und das soll auch bekannt werden», heisst es weiter auf der Seite.

Mit dem Video und dem Song soll klar gemacht werden, dass durch die Medien und die unzähligen Spendenaktionen, Afrika in einem falschen Licht steht. Sie fordern, dass die ganze Welt mehr und vor allem die Wahrheit über Afrika erfährt. Umgekehrt soll auch Afrika besser über das Geschehen der ganzen Welt informiert werden.