Kultur

«Ich habe mir die Reichweite zunutze gemacht»: Naidoo sieht sich trotz Rauswurf aus DSDS-Jury als Profiteur des System

Trotz seines Rauswurfs aus der DSDS-Jury sieht sich Naidoo als Profiteur und nicht als Opfer.

Trotz seines Rauswurfs aus der DSDS-Jury sieht sich Naidoo als Profiteur und nicht als Opfer.

Einmal mehr propagiert der deutsche Soulsänger Xavier Naidoo Verschwörungstheorien und kündet ein «patriotisches Album» an.

Xavier Naidoo legt nach. In einem Video-Interview, das seit dem Wochenende ausschnittsweise in den sozialen Medien kursiert, äussert sich der deutsche Sänger zu seinem Rauswurf aus der Jury bei «Deutschland sucht den Superstar». Naidoo wurde als Juror rausgeworfen, weil Hetz-Videos von Naidoo im Netz auftauchten.

Und: Er sieht sich nicht als Opfer, sondern sogar als Profiteur des Systems. Er habe sich «die Reichweite von RTL zunutze gemacht». Bald komme ein «patriotisches Album» und danach hätte er eine solche Publicity nie mehr bekommen. Angeblich führt ein Verschwörungstheoretiker das Interview, das lässt sich aber nicht belegen.

Naidoo leugnet menschgemachten Klimawandel

Auch Naidoo selber äussert sich im Verlaufe des Video-Interviews wieder zu entsprechenden Ideen. Xavier Naidoo sagt:

Die angebliche «Kanzlerakte» wird in verschwörungstheoretischen Kreisen als Beweis dafür angeführt, dass Deutschland seit Kriegsende unter dem Einfluss von fremden Mächten stehe. Es gibt keinerlei Belege für eine solche Akte. Naidoo hatte sich auch schon zuvor entsprechend geäussert.

Auch zu aktuellen Themen wie dem Klimawandel hat der deutsche Soulsänger eine klare Meinung:

Er habe sich einen Film angeschaut und nachher auch seine eigenen Nachforschungen gemacht. Dabei sei er zum Schluss gekommen, dass CO2 nicht der grosse Klimaveränderer ist. Entsprechend habe er auch eine Einladung zu einem Konzert für das Klima ausgeschlagen, weil er die Meinung der Macher nicht teile.

Xavier Naidoo selbst hat sich noch nicht zum nun veröffentlichten Video geäussert. Dafür hat sich der Fernsehsender Pro7 bereits zu Wort gemeldet: Auf Twitter schreibt der wichtige deutsche TV-Sender «Wir versprechen: Der Sänger mit dem Aluhut wird nie wieder mit seiner Musik in unseren Shows sein. Nie wieder.»

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