Die Zeiten des Kinos sind vorbei. Seit Jahrzehnten leiden die Kinobetreiber unter drastischen Zuschauerrückgängen. Auch in Basel: Kinos im Kanton Basel-Stadt verzeichneten alleine im letzten Jahr einen Besucherschwund von über neun Prozent. Allein in den letzten vier Jahren schlossen in Basel drei Kinos: 2014 Das Eldorado in der Steinenvorstadt, drei Jahre später das Studio Central und kürzlich im Januar 2018 das Plaza an der Steinentorstrasse.

Höchste Zeit also, den Basler Kinos wieder etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Nur wie? Der Basler Heimatschutz hat den idealen Weg gefunden: In den kommenden Wochen organisiert er im Rahmen des Kulturerbe-Jahres 2018 die Veranstaltungsreihe «Filmkultur und Kinoarchitektur in Basel», die sich mit der Basler Kinogeschichte befasst.

Auftakt macht der Basler Historiker Charles Stirnimann, der einen ersten Überblick verschafft: Im ehemaligen Kino Scala in der Freien Strasse wirft er einen kultur- und sozialgeschichtlichen Blick auf die letzten hundert Jahre Basler Kinogeschichte. Flankiert wird er von seiner Kollegin Dorothee Huber, die sich verschwundener und noch erhaltener Kinoarchitektur in Basel widmet.

Ein paar Wochen später heisst es nicht nur lauschen, sondern vor Ort erleben: Die Kunsthistorikerin Uta Feldges führt durch das seit 1992 unter Denkmalschutz stehende Kino Küchlin und erzählt von den goldenen Zeiten der «Kinostrasse» Steinenvorstadt. Der Denkmalpfleger Klaus Spechtenhauser zeigt das mittlerweile geschlossene Innerstadtkino Studio Central.

Auf die Blockbuster-Kinos folgen die arthousigen Kollegen kult.kino und Stadtkino mit entsprechenden Veranstaltungen. Und ganz am Schluss springt die Reihe noch über den Rhein ins Kleinbasel, wo die Basler Künstlerin Rosa Lachenmeier anhand von seltenen Fotos die Geschichte von verschwundenen Kinobauten im Kleinbasel erzählt.

Kulturerbe 2018 Veranstaltungsreihe des Heimatschutz Basel, diverse Orte. Programm unter: www.kulturerbe2018.ch