Cannes
Staraufgebot am Eröffnungstag der Filmfestspiele in Cannes

Mit Woody Allens Romanze «Midnight in Paris» beginnen am Mittwochabend in Cannes die Filmfestspiele. Rund um die glamouröse Strandpromenade Croisette haben sich die ersten Stars eingefunden, um für ihre Filme zu werben.

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Sie waren die Hingucker bei der Eröffnung der Filmfestspiel von Cannes
8 Bilder
Rachel McAdams posiert
Antonio Banderas und Salma Hayek
Antonio Banderas und Salma Hayek turtelten rum
Adrien Brody mit Hut
Faye Dunaway in Cannes
Woody Allen mit den Hauptdarstellern des Films Midnight in Paris Owen Wilson und Rachel McAdams
Woody Allen mit den Schauspielerinnen Lea Seydoux (links) und Rachel McAdams

Sie waren die Hingucker bei der Eröffnung der Filmfestspiel von Cannes

Keystone

Neben Robert De Niro, Uma Thurman, Jude Law, Angelina Jolie trafen sich auch Dustin Hoffman, Antonio Banderas und Salma Hayek zu Interviews, Foto-Shootings oder einfach zu kollegialem Miteinander.

Banderas und Hayek posierten am Meer auf einem gigantischen Paar Schuhe, einem unübersehbaren Hinweis auf ihren neuen Film «Puss in Boots». In dem Nachfolger der «Shrek»-Trickfilmreihe haben sie ihre Stimmen dem gestiefelten Kater und Kitty Softpaws geliehen.

15 Minuten des Films gab es vorab in 3-D. «Salma sieht schon in zwei Dimensionen im Film toll aus, jetzt müssen Sie sie in drei Dimensionen sehen», schmeichelte Banderas und setzte sich die 3-D- Brille auf. «Es ist überwältigend», sagte er zu den Journalisten.

Banderas ist nicht nur als Synchronstimme auf dem Festival präsent. Er hat auch die Hauptrolle in Pedro Almodóvars Wettbewerbsbeitrag «La Piel que habito». Insgesamt rittern 20 Filme im Hauptwettbewerb um die Goldene Palme, darunter die neuesten Werke von Aki Kaurismäki, Lars von Trier, Nanni Moretti und Terrence Malick.

Bestechend schön gefilmtes Paris

Ausser Konkurrenz eröffnete am Mittwochabend Woody Allens romantische Komödie «Midnight in Paris» mit Owen Wilson und Rachel McAdams das Festival. Es ist eine Reminiszenz an eine bestechend schön fotografierte französische Hauptstadt - ein idealer Eröffnungsfilm in Cannes.

«Ich wollte die Stadt so emotional zeigen, wie ich sie immer erlebt habe, wenn ich dort war», sagte Woody Allen vor der Premiere. Und er fügte hinzu: «Es ist mir egal, wie real es ist oder was es reflektiert. Paris durch meine Augen gesehen - das ist dieser Film.»

Die Präsidentengattin Carla Bruni, die in dem Film eine kleine Nebenrolle hat, hatte im Vorfeld ihre Teilnahme an der Premiere abgesagt, was Gerüchte um eine allfällige Schwangerschaft anheizte. Auch der Präsident verzichtete auf die Reise in den Süden - obwohl in Cannes der Spielfilm «La Conquète» über seinen Aufstieg an die Macht Premiere feiert.

De Niro ist Jury-Vorsitzender

Vorsitzender der neunköpfigen Jury der diesjährigen Festspiele ist Robert De Niro. Auch Uma Thurman und Jude Law gehören dem Gremium an. Ebenfalls in die Jury berufen wurden die argentinische Schauspielerin Martina Gunman, der französische Filmemacher Olivier Assyas und Regisseur Johnnie To aus Hongkong.

Am Eröffnungstag des zwölftägigen Filmfestes sollte dem italienischen Regisseur Bernardo Bertolucci, der auch die Aufnahmen für das Filmepos «Der letze Kaiser» von 1988 leitete, der Ehrenpreis verliehen werden.

Schweiz ist Zaungast

Die Schweiz ist mit zwei Koproduktionen in der Sektion «Quinzaine des Réalisateurs» vertreten: mit dem italienisch-schweizerischen Spielfilm «Corpo Celeste» von Alice Rohrwacher und dem schweizerisch- portugiesischen Kurzfilm «Nuvem - Le poisson lune» von Basil Da Cunha.

Letzter «Schweizer» Film in der Hauptsektion war 2003 «Ce jour- là» des Chilenen Raoul Ruiz, eine minoritäre Koproduktion. Jean-Luc Godard vertrat die Schweiz 1980, 82, 85, 90 und 2001 in Cannes - erfolglos.