Die Solothurner Filmtage nehmen das neue Koproduktionsabkommen zwischen der Schweiz und Mexiko zum Anlass, ihr internationales Spezialprogramm «Fokus» erstmals einer nationalen Cinematographie zu widmen. «Die Schweiz und Mexiko blicken punktuell bereits auf einige fruchtbare gemeinsame Filmprojekte zurück», wird Seraina Rohrer, Direktorin der Solothurner Filmtage, in einer Mitteilung zitiert. Der neue Vertrag strukturiere und intensiviere die bilateralen Beziehungen und begebe sich auch sprachlich auf neues Terrain. 

Die Solothurner Filmtage laden eine Delegation mexikanischer Produzentinnen und Produzenten sowie die Vertreterinnen und Vertreter der mexikanischen Förderstellen ein, an der Werkschau des Schweizer Films teilzunehmen und sich am «Fokus-Tag» vom Dienstag, 29. Januar 2019 mit ihren Schweizer Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Neben der Präsentation der Förderinstitutionen beider Länder sind auch individuelle Treffen und Fallstudien vorgesehen.

Im Filmprogramm des «Fokus» wird ein Querschnitt durch das aktuelle mexikanische Filmschaffen zu sehen sein, dessen Dynamik und Vielfalt in den letzten Jahren international für Aufsehen sorgt. Zu den Titeln, die in Solothurn von ihren Produzentinnen oder Produzenten vorgestellt werden, gehören u.a. «Bosque de niebla» (Regie: Mónica Alvarez Franco, 2017), «La libertad del diablo» (Regie: Everardo González, 2017), «La región salvaje» (Regie: Amat Escalante, 2016), «Los Adioses» (Regie: Natalia Beristáin, 2017), «Nuestro tiempo» (Regie: Carlos Reygadas, 2018) oder «Oso polar» (Regie: Marcelo Tobar, 2017).

Das internationale Spezialprogramm «Fokus» der Solothurner Filmtage präsentiert jährlich einen Themenschwerpunkt mit Bezug zur filmkulturellen oder -politischen Aktualität.

Die 54. Solothurner Filmtage finden vom 24. bis 31. Januar 2019 statt. (mgt)