Zuschauerzahlen
Luca Hänni schlägt Roger Federer: So viele wollten seinen ESC-Auftritt sehen

Der Erfolg von Luca Hänni in Tel Aviv hat in der Schweiz eine Eurovisions-Begeisterung ausgelöst. Im Fernsehen und in den Charts.

Stefan Künzli
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Luca Hänni feiert in Tel Aviv seinen 4. Platz.

Luca Hänni feiert in Tel Aviv seinen 4. Platz.

EPA/ABIR SULTAN, Tel Aviv, 16. Mai 2019

«Schwachsinn», «Geld Verschwendung», «Ein fragwürdiger Anlass»! «Wer schaut den noch solchen unnützen Chabis?». Die Online-Kommentare zu unserer Vorschau zum diesjährigen Eurovision Song Contest in der letzten Woche waren vernichtend.

Nach dem sensationellen 4. Platz von Luca Hänni in Tel Aviv hat der Wind in der Schweiz nun aber gedreht. Im Durchschnitt haben gemäss SRF über 660’000 Zuschauer (Marktanteil 50 Prozent) das Eurovisions-Finale gesehen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr mehr als eine Verdoppelung. Bei einem Marktanteil von 23,1 Prozent waren es damals 234›000 Zuschauer.

Die Niederlande mit Duncan Laurence gewinnen den ESC 2019.
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Der Finalauftritt von Luca Hänni.
Der Finalauftritt von Luca Hänni.
Der Finalauftritt von Luca Hänni.
Der Finalauftritt von Luca Hänni.
Der Finalauftritt von Luca Hänni.
Die Israelin Netta Barzilai.
Unterhaltung: Österreichs Conchita Wurst, Schwedens Mans Zelmerlow, Israels Sängerin Gali Atari, Griechenlands Sängerin Eleni Foureira and die Sängerin Verka Serdyuchka aus der Ukraine.
Die grieschische Sängerin Eleni Foureira tritt im Unterhaltungsteil auf.
Conchita Wurst singt während die Zuschauer voten.
Fans in Tel Aviv.
Luca Hänni.
Miki aus Spanien.
Kate Miller-Heidke aus Australien.
Nevena Bozovic aus Serbien.
Mahmood aus Italien.
Bilal Hassani aus Frankreich.
Chingiz aus Aserbaidschan .
Zena aus Weissrussland.
ESC-Fans jubeln ihren Favoriten zu.
Victor Crone aus Estland.
Hatari aus Island.
Fans in Tel Aviv.
Michael Rice aus Grossbritannien.
Kobi Marimi aus Israel.
KEiiNO aus Norwegen.
Tamta aus Zypern.
Katerine Duska aus Griechenland.
Duncan Laurence aus den Niederlanden.
Zala Kralj und Gasper Santl aus Slowenien.
John Lundvik aus Schweden.
Tamara Todevska aus Nord Mazedonien.
Serhat aus San Marino.
Leonora aus Dänemark.
Jonida Maliqi aus Albanien.
Sergey Lazarev aus Russland.
Sisters aus Deutschland.
Michela aus Malta.
Kate Miller-Heidke aus Australien.
Lake Malawi der Tschechischen Republik.
Luca Hänni im Halbfinale vom Donnerstag.

Die Niederlande mit Duncan Laurence gewinnen den ESC 2019.

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Bei Luca Hännis Performance haben sogar 912’000 Personen den Fernseher eingeschaltet. Das ist im Unterhaltungsbereich ein absoluter Spitzenwert. Zum Vergleich: Die beliebteste Unterhaltungs-Show 2018, die Auswanderer-«DOK»-Sendung «Auf und davon», erreichte 761’000, die Serie «Der Bestatter» 750›000 Zuschauer. Luca Hänni schlug aber auch Roger Federer. Nur 873›000 Personen schauten dem Tennis-Superstar zu, als er am Australian Open Anfang 2018 seinen 20. Grand Slam gewann.

«Neben Luca Hännis fantastischer Platzierung am ‹ESC’, freut uns das Interesse des Schweizer Publikums ganz besonders. Es zeigt uns, wie wichtig der grösste Musikwettbewerb der Welt für Schweizer Künstlerinnen und Künstler ist und bestätigt nicht zuletzt die tolle Leistung von Luca Hänni und der gesamten Delegation», sagt Reto Peritz, Bereichsleiter Show und Head of Delegation «ESC».

Das zweite Halbfinale vom Donnerstag, 16. Mai 2019, in welchem Luca Hänni erfolgreich um den Finaleinzug gekämpft hat, verfolgten durchschnittlich 422’000 Zuschauer (Marktanteil von 35,2 Prozent). Dies ist der höchste Wert für einen «ESC»-Halbfinal auf SRF zwei seit der Messumstellung im Jahr 2013. Die Spitze 652’000 Personen wurde während Hännis Auftritt erzielt.

Die neue Eurovisions-Euphorie schlug sich auch in den itunes-Charts nieder. Gleich vier Eurovisions-Songs waren am Wochenende in den Top 5 platziert.

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