Politik

Kulturminister Berset: «Ich liebe Filme und gehe häufig ins Kino»

Alain Berset zu seinen Kinobesuchen

Alain Berset zu seinen Kinobesuchen

«In der Schweiz steckt sehr viel Welt» - und damit reichlich Stoff für gute Drehbücher: Dies sagte der neue Kulturminister Alain Berset bei seinem ersten Auftritt vor den Filmschaffenden in Solothurn. Berset outete sich dabei auch als Filmfan.

Berset ist überzeugt, dass die Zeit der Grabenkämpfe in der Filmbranche vorerst vorbei sind. Die neuen Förderkonzepte müssten sich jetzt in der Praxis bewähren: «Nach den filmpolitisch turbulenten Zeiten der vergangenen Jahre geht es nun also wieder um Inhalte, um Geschichten, um Ideen und Gefühle. Um die Leidenschaft für den Film».

Ein Freund des Kinos

Dies hat der neue Kulturminister Alain Berset bei seinem ersten Auftritt vor den Filmschaffenden am Mittwoch in Solothurn betont. Er gab sich dabei auch als Freund des Kinos zu erkennen. «Ich liebe Filme und gehe - zumindest für einen Politiker - häufig ins Kino, auch im neuen Jahr habe ich schon mehrere Film gesehen.»

Im Vorfeld seiner Wahl habe er «Avatar» und «James Bond» als Filme genannt, die ihn beeindruckt hätten, spottete Berset. Damit habe er auch provozieren wollen - was ihm gelungen sei: «Die Journalisten waren gebührend schockiert, in den Kulturredaktionen machte man sich Sorgen um mein Niveau, und in der Filmszene sicher auch ein wenig.»

Bundesrat Alain Berset zum Leitmotiv, das er im neuen Schweizer Film sieht

Bundesrat Alain Berset zum Leitmotiv, das er im neuen Schweizer Film sieht

Reichlich Stoff für gute Drehbücher

Die Debatte um Kunst vs. Kommerz erklärte Berset für «veraltet», zumal sich grosse Künstler im Laufe der Zeit oft als kommerziell erfolgreich erwiesen hätten.

«In der Schweiz steckt sehr viel Welt» - und damit reichlich Stoff für gute Drehbücher, erklärte er. Das Land sei stabil ebenso wie aufregend, erklärte der Bundesrat und zitierte den deutschen Philosophen Ernst Bloch (1885-1977): «Was geschieht und mehr noch, was kommt, ist von der Schweiz aus am empfindlichsten zu spüren.»

Das sagt Kulturminister Alain Berset in Solothurn

Ausschnitt aus Bersets Rede in Solothurn

«Labor der Globalisierung»

Die Schweiz mit ihrer offenen Volkswirtschaft sei ein «Labor der Globalisierung», sagte Berset gemäss Redetext an der «Nacht der Nominationen». «Suissitude» als Reaktion auf die Globalisierung müsse nicht kitschig sein, sondern könne stehen für «Patriotismus, Reife und Offenheit gegenüber der Welt.» (rsn/sda)

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