Das Kamerateam begleitet die Familie Dietschi, die oberhalb des Schlosses Neu-Bechburg in Oensingen drei Wochen wie im Mittelalter lebte, in die Kirche. Die 8-jährige Tochter Ladina gibt nach dem Gottesdienst eine geweihte Oblate ihren Geschwistern, die sie aufteilen und essen. Der Fernsehsprecher sagt dazu: «Die Hostie wird zum Snack für Katja und Maurin.»

Verschiedene Zuschauer beschwerten sich beim Fernsehen und auch die katholische Kirche intervenierte. «Der Kommentar, der die Hostie als Snack bezeichnet, hat uns sehr geärgert», sagt Hansruedi Huber, Sprecher des Bistums Chur, in der «NZZ am Sonntag». «Ich habe darum im Namen des Bistums beim Schweizer Fernsehen interveniert.» Simon Spengler, Sprecher des Zürcher Synodalrats, spricht von einer unbedarften und stossenden Bemerkung.

Bereits in der Sendung Giacobbo/Müller kam es zu abfälligen Bemerkungen über die Hostien. «Diesmal ging es aber nicht um eine Satire-Sendung», sagt Spengler, «sondern um eine Informationssendung mit Bildungsanspruch. Da sind solche Äusserungen für uns nicht akzeptabel.»

Das Schweizer Fernsehen hat die Passage aus dem Video entfernt und eine Entschuldigung auf der Website publiziert. «Uns war die Sensibilität des Themas zu wenig bewusst», sagt Basil Honegger, Redaktionsleiter von «Schweiz aktuell». «Es lag uns fern, mit dieser Szene die religiösen Gefühle der Zuschauer zu verletzen.»

Bilder aus der Sendung:

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