Fernsehen
Die Kritik am «Tatort» hat Stefan Gubser zugesetzt

Die Diskussionen um den neuen Schweizer «Tatort» hat beim Team für Unruhe gesorgt und auch Hauptdarsteller Stefan Gubser, der im Krimi Kommissar Reto Flückiger spielt, hart getroffen.

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Die massive Kritik am ersten Schweizer «Tatort» seit rund 10 Jahren ist an Hauptdarsteller Stefan Gubser nicht spurlos vorbeigezogen. «Das hat mich schon getroffen», sagte Gubser gegenüber der Agentur Keystone. Er habe aber versucht, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen.

Im letzten Mai haben die Dreharbeiten zur Schweizer «Tatort»-Folge «Wunschdenken» stattgefunden. Doch dem Schweizer Fernsehen passte das Endprodukt nicht. Die Geschichte sei zu plump und beinhalte zu viele Klischees, hiess es. Auch eine Sexszene war den Verantwortlichen im Leutschenbach zu pikant.

Der Schweizer «Tatort» musste zurück in die sogenannte Post-Produktion und neu geschnitten werden.

Keine gute Ausgangsglage

Für den zweiten Schweizer «Tatort» der neuen Ära, «Skalpell», ist das keine gute Ausgangslage. «Es ist sehr viel Unruhe entstanden», sagte Gubser.

Auch Gubser Co-Star in «Wunschdenken», die US-Schauspielerin Sofia Milos, kam bei den Kritikern nicht gut. Für «Skalpell» wurde Gubsers Figur Kommissar Reto Flückiger deshalb eine neue Partnerin zur Seite gestellt.

Gespielt wird sie von der Zürcherin Delia Meyer. Diese versucht die Geschehnisse auszublenden. «Wenn du permanent mit einer Schere im Kopf herumläufst, bist du blockiert», sagt sie.

Ob die Zensurschere auch beim jüngsten Schweizer «Tatort» zuschneiden wird, ist noch unklar.

Den Humor hat das Team aber offensichtlich nicht verloren. Auf die Frage, ob auch «Skalpell» eine Sex-Szene beinhalte, sagt Regisseur Tobias Ineichen: «Das verrate ich nicht. Der ‹Tatort› ist schliesslich ein Krimi. Ich will den Zuschauern doch nicht die Neugier nehmen.» (bau)

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