Würdigung
Bruno Ganz war Engel, Hitler, Alpöhi und Romys wilder Lover – ein Nachruf

Bruno Ganz (1941 – 2019) ist in der Nacht auf Samstag seinem Krebsleiden erlegen. Die Schweiz verliert mit ihm ihren grössten Schauspiel-Star.

Simone Meier, watson.ch
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Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ist im Alter von 77 Jahren gestorben.
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Bruno Ganz
Klaus Kinski (links) besucht Bruno Ganz 1979 in Zürich. Die beiden haben für Werner Herzog in «Nosferatu» gespielt.
1979 sitzen Bianca Jagger, die Ex-Frau von Mick, und Bruno Ganz gemeinsam in der Jury des Filmfestivals Locarno.
Ein Engel namens Damiel (Bruno Ganz) sitzt auf der Siegessäule und betrachtet den «Himmel über Berlin» (1987).
Ganz als DDR-Spitzenfunktionär Wilhelm Powileit
«Eine ganz grossartige Geschichte», sagt Bruno Ganz über Heidi, Alpöhi und der Geissenpeter in «Heidi».
Herr Hitler. Geht bald unter. In «Der Untergang»
In einer seiner letzten Rolle verwandelte sich Bruno Ganz auch noch in Sigmund Freud. Bild von den Dreharbeiten zu «Der Trafikant» im Oktober 2017.

Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

KEYSTONE/EPA/NEIL HALL

Bruno Ganz sagte einmal: «Heimat ist der Ort, an dem ich meine Kindheit verbracht habe.» Heimat sei «an einem Stadtrand von Zürich». In Seebach. Der Vater arbeitete in der Maag, die damals keine Eventhalle, sondern eine Zahnradfabrik war, die Mutter war aus Italien «zu Fuss über die Alpen» in die Schweiz eingewandert, wo sie nach einer Arbeit als Hausangestellte suchte. Ein Theater hätten die beiden erst von innen gesehen, als Sohn Bruno selbst auf der Bühne stand.

Und dann ist er auch schon weg. Geht direkt nach der Rekrutenschule nach Deutschland. Ekelt sich vor dem Militärdienst – «Ich habe diese Armee gehasst wie sonst nichts» – und vor den Bergen, in denen er während der RS herumkraxeln muss. Später bezeichnet er dies selbst als «sehr pubertäre Attitüde», aber damals ist die «Heidi»-Natur nicht seine.

Da stiegen diese steilen, grauen Dinge vor einem auf, und alles war zugesperrt und niedergedrückt. Ich mochte das nicht.

(Quelle: Bruno Ganz in der «Welt» über Berge.)

Er geht zunächst nach Göttingen, wo er bis 1964 Theater spielt, sehr viel Bier trinkt und richtig deutsch lernt. 1965 heiratet er seine Freundin Sabine und die beiden bekommen einen Sohn, der mit sechs Jahren tragisch erblindet.

Wo sich die wilden Kerle treffen: Klaus Kinski (links) besucht Bruno Ganz 1979 in Zürich. Die beiden haben für Werner Herzog in «Nosferatu» gespielt.

Wo sich die wilden Kerle treffen: Klaus Kinski (links) besucht Bruno Ganz 1979 in Zürich. Die beiden haben für Werner Herzog in «Nosferatu» gespielt.

Keystone

Anfang der 70er-Jahre hat er eine heimliche Affäre mit Romy Schneider. Sie dauert ein wildes, wehes Jahr, spielt sich zwischen Berlin, Paris und Hamburg ab. Wie er ist auch sie verheiratet. Wie sie trinkt auch er viel zu viel.

Ich erinnere mich gut an diese Sucht nach Euphorie, dass alles immer ganz toll sein sollte und herrlich. Und dass das natürlich nur mit viel Hilfe von Chemie, Alkohol oder so funktioniert hat. Das war schon ziemlich heftig.

(Quelle: Bruno Ganz erinnert sich an Romy Schneider in der «Bild am Sonntag».)
Romy Schneider, 1971. Ob sie hier gerade an Bruno Ganz denkt?

Romy Schneider, 1971. Ob sie hier gerade an Bruno Ganz denkt?

Keystone

1976 verprügelt er den amerikanischen Filmstar Dennis Hopper beim gemeinsamen Dreh zum Wim-Wenders-Film «Der amerikanische Freund». Aus Eifersucht auf dessen Prominenz.

Eines Abends habe ich ihn getreten, er hat zurückgeschlagen, und dann ging es eine Zeit lang mit den Fäusten weiter.

(Quelle: Bruno Ganz über seine Begegnung mit Hopper in der «Gala».)

Vor allem aber spielt er Theater. Gehört zur Gründungscrew der aufregenden neuen Schaubühne in Berlin, die eine ganze Generation von Regie-Giganten zum Glänzen bringt – Peter Stein, Peter Zadek, den Schweizer Luc Bondy.

1987 katapultiert ein nächster Film mit Wim Wenders Bruno Ganz in ganz neue Kinowunderhöhen: «Der Himmel über Berlin», ein Fantasyfilm über zwei Engel, von denen einer (Ganz) aus Liebe zu einer Zirkusprinzessin zum Menschen wird, verzaubert alle Fans des Nachkriegs- und Vorwende-Berlins. Bruno Ganz, der Engel mit Pferdeschwanz, wird zum düsteren Brüter unter den Sexsymbolen.

Ein Engel namens Damiel (Bruno Ganz) sitzt auf der Siegessäule und betrachtet den «Himmel über Berlin» (1987).

Ein Engel namens Damiel (Bruno Ganz) sitzt auf der Siegessäule und betrachtet den «Himmel über Berlin» (1987).

ap

Damals ist er bereits 46 Jahre alt. Als «Wings of Desire» wird der Film ein internationaler Erfolg. Er gerät in den engeren Zirkel derer, die als Partner von Julia Roberts in «Pretty Woman» in Frage kommen könnten. Richard Gere gewinnt. Aber Ganz ist von Hollywood angefixt, er kann sich die Hauptrolle in Spielbergs «Schindler's List» vorstellen. Daraus wird nichts: «Ich hatte ihm ein furchtbar schlechtes Video geschickt», stellt er später selbstkritisch fest.

1979 sitzen Bianca Jagger, die Ex-Frau von Mick, und Bruno Ganz gemeinsam in der Jury des Filmfestivals Locarno.

1979 sitzen Bianca Jagger, die Ex-Frau von Mick, und Bruno Ganz gemeinsam in der Jury des Filmfestivals Locarno.

photopress-archiv

Er wird dennoch vieles. Changiert zwischen warmherzig-gütig verlebten Herren und eiskalten Herrenmenschen. Im Jahr 2000 ist er Fernando, ein venezianischer Kellner, der in «Pane e Tulipani» eine verblühte Hausfrau wieder zu Leben und Liebe erweckt. 2000 wird er aber auch zum Faust in Peter Steins 20-stündigem «Faust»-Projekt an der Expo in Hannover. Die Kosten dafür: 30 Millionen Mark. Steins Mephisto ist der andere in Deutschland grandios arrivierte Schweizer Robert Hunger-Bühler.

Man muss die Wachheit oder auch die Verträumtheit besitzen, Dinge zu bemerken, die einem zufällig über den Weg laufen. Und dann muss man wissen, wo man das hintun soll bei sich selbst.

(Quelle: Bruno Ganz in der «Süddeutschen» über den Schauspieler als Realitäts-Sammler und Beobachter.)
Fernando heisst nicht nur ein Song von ABBA, sondern auch Bruno Ganz in «Pane e Tulipani».

Fernando heisst nicht nur ein Song von ABBA, sondern auch Bruno Ganz in «Pane e Tulipani».

Solothurner Filmtage

Und er wird Hitler. Einen deutscheren Schweizer als ihn gab es nie. «Der Untergang» von Oliver Hirschbiegel wird 2004 zu seinem Triumph und Vermächtnis. Sein sich im Führerbunker dem Tod entgegen schnarrender Hitler ist ein Spektakel. Bruno Ganz hat Angst, dass die Neonazis an dem Film allzu grossen Gefallen finden könnten. Dass sie ihn vereinnahmen könnten. «Und sie haben nichts gemacht. Weil es damit nichts zu machen gab. Das hat mich sehr stolz gemacht», sagt er in einem Gespräch in der Schweizer Botschaft in Berlin.

Herr Hitler. Geht bald unter. In «Der Untergang»

Herr Hitler. Geht bald unter. In «Der Untergang»

ap constantin film

Er habe für diesen Hitler in «eine tiefere Schicht» vordringen müssen als für andere Rollen, und es sei sein Vorteil gewesen, dass er Schweizer sei, er habe sich der Figur unbefangener näher können als deutsche Kollegen, deren Familien vielleicht selbst eine Nazivergangenheit gehabt hätten. Wie für jede seiner Rollen las und schaute er alles, was ihm zur Verfügung stand. Bloss mit der spezifischen Situtation von Hitler im Bunker sei er allein gewesen, erzählte der der «Süddeutschen Zeitung». Seiner Vorstellungskraft ausgesetzt. Schliesslich gab es davon keine Aufnahmen.

Und noch einmal: Bruno Ganz in «Der Untergang» (2004).

Und noch einmal: Bruno Ganz in «Der Untergang» (2004).

Constantin Film

Gut 120 Film- und Fernsehrollen hat er gespielt. Keine hat ihm so viel abverlangt wie Hitler. Danach wandte er sich erfreulich oft dem Helvetischen zu. Spielte den Grossvater im Wunderkind-Tearjerker «Vitus», den Bundesrat in der Thomas-Hürlimann-Verfilmung «Der grosse Kater» und schliesslich den Alpöhi in «Heidi».

Ich bin Schweizer, ich bin in dem Alter, ich muss das machen. Ich hätte das sonst ewig bereut.

(Quelle: Bruno Ganz über den Alpöhi in der «Welt».)

Der Alpöhi ist als Rolle keine grosse Herausforderung, die Textmenge klein, Ganz versteckt sich vorwiegend hinter seinem Bart, den er sich drei Monate lang hat wachsen lassen. Aber das «Heidi» ist für ihn eine Herzensangelegenheit, und selten hat einer so schön wie er darüber gesprochen.

«Eine ganz grossartige Geschichte», sagt Bruno Ganz über Heidi, Alpöhi und der Geissenpeter in «Heidi».

«Eine ganz grossartige Geschichte», sagt Bruno Ganz über Heidi, Alpöhi und der Geissenpeter in «Heidi».

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Das Berührende sei, so sagt er in der «Welt», «dass da ein nicht so begünstigtes Wesen, ein Kind, das aus einem Heim kommt, eine Waise, die herumgestossen wurde, nun endlich zu einem Blutsverwandten gebracht wird, der es erst auch noch auf sehr harte Art abweist. Dass dieses Kind dann allmählich durch die Landschaft, durch die Freundschaft mit dem Hirten, der auch ein schräger Vogel ist, durch die Liebe zu den Ziegen, durch dieses Alleinsein, dieses Nichtbeaufsichtigtsein da draussen mit den Tieren, verantwortlich für sich selber, endlich einen Platz entdeckt zum Atmen und zum Leben und dann auch noch das Herz des Grossvaters zum Schmelzen bringt. Die Findung einer Existenz ist das. Eine ganz grossartige Geschichte.»

So redet einer, der mit den Bergen endlich Frieden geschlossen hat.

Kate Winslet lernte ihn beim Dreh zu «Der Vorleser» kennen. 2009 überreicht er ihr einen Bambi. Sie fällt vor ihm auf die Knie.

Kate Winslet lernte ihn beim Dreh zu «Der Vorleser» kennen. 2009 überreicht er ihr einen Bambi. Sie fällt vor ihm auf die Knie.

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Seine grösseren Heimaten waren die Schweiz, Deutschland und Italien, wo er in Venedig einen Zweitwohnsitz hatte. Waren aber auch all die andern Länder, in denen er immer wieder drehte, etwa Amerika. Stand ihm irgendwo eine längere Zeit an einem Theater, auf einem Dreh bevor, so nahm er seine eigenen Kochtöpfe mit, damit er sich selbst verpflegen konnte. Seit seinem 60. Geburtstag trank er keinen Tropfen Alkohol mehr. Mit seinem Sohn hatte er bis zuletzt guten Kontakt, seine neue Partnerin war die Theaterfotografin Ruth Walz, die er bereits seit Schaubühnen-Tagen kannte.

Seine kleine Herzensheimat war und blieb jedoch der Stadtrand von Zürich, auch, als er sich entschied, seinen Zürcher Haushalt auf die Halbinsel Au am See unten zu verlegen. Weil er als Kind mit seinen Eltern so unvergessliche Ausflüge auf die Au gemacht hatte. Er, der Engel, der sich dazu entschieden hatte, ein paar Jahrzehnte lang unter uns und für uns zu spielen. Merci.

Verstorbene Prominente 2019

22. Dezember: Wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn trauert die Fussball-Schweiz um eine weitere Fussball-Legende: Fritz Künzli.
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22. Dezember: Fussball-Legende stirbt im Alter von 73 Jahren.
30. Dezember: Der deutsche Schauspieler Jan Fedder stirbt im Alter von 64 Jahren in Hamburg.
Fedder ist vor allem bekannt aus der ARD-Serie "Großstadtrevier", in der er einen Hamburger Polizisten spielte.
13. Dezember: Der deutsche Schauspieler Gerd Baltus stirbt im Alter von 87 Jahren in Hamburg. Er wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, vor allem als Seriendarsteller war er gefragt.
9. Dezember: Marie Fredriksson, Sängerin der Band Roxette, starb an Krebs.
7. Dezember: Schauspieler Ron Leibman ist an einer Lungenentzündung 82-jährig gestorben.
26. November: Der frühere Nati-Trainer Köbi Kuhn ist nach langwieriger schwerer Krankheit 76-jährig gestorben.
11. Oktober: Der US-amerikanische Schauspieler Robert Forster ist an den Folgen eines Hirntumors gestorben.
02. Oktober: Der Schlagerstar Karel Gott erliegt seinem Krebsleiden. Er verstarb im Alter von 80 Jahren.
26. September: Der frühere französische Präsident Jacques Chirac ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren, wie sein Schwiegersohn Frédéric Salat-Baroux der Nachrichtenagentur AFP sagte. Chirac sei im Kreis seiner Angehörigen gestorben.
6. September: Der ehemalige Machthaber von Simbabwe, Robert Gabriel Mugabe, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Er amtete von 1987 bis 2017 als Präsident des afrikanischen Staats.
21. August: Die Schweizer Schauspielerin und Sängerin Ines Torelli ist in ihrer Wahlheimat Kanada im Alter von 88 Jahren gestorben. Als Schauspielerin war sie für ihre Rolle in "Die kleine Niederdorfoper" und als Sängerin für "Gigi vo Arosa" bekannt.
5. August: Die amerikanische Autorin Toni Morrison ist mit 88 Jahren gestorben. 1993 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
22. Juli: Art Neville, Bandleader der Neville Brothers und The Meters, starb in New Orleans 81-jährig. Er war ein Wegbereiter des Funk.
22. Juli: Die Schriftstellerin und Trägerin des Büchnerpreises Brigitte Kronauer ist nach schwerer Krankheit am Montagvormittag gestorben.
Nacht vom 18. auf 19. Juli: Enrico Scacchia, in den Achtzigerjahren der schillerndste Schweizer Profiboxer, verstirbt nach Angaben seiner Familie in Bern nach langjähriger Krankheit im Alter von erst 56 Jahren. Der frühere Top-Boxer litt bereits seit eineinhalb Jahrzehnten an Leukämie und Lymphdrüsenkrebs.
9. Juli: Ross Perot, einstiger Präsidentschaftskandidat in den USA, ist 89-jährig gestorben.
2. Juli: Trauer um Costa Cordalis. Der Schlagerstar verstarb im Alter von 75 Jahren. Berühmt wurde der Deutsche mit griechischen Wurzeln mit seinem Schlagerhit «Anita» im Jahre 1976.
27. Juni: In Europa war er vor allem als Vater Willie Tanner in der US-Serie «Alf» bekannt - im Alter von 75 Jahren ist der US-Schauspieler Max Wright verstorben.
17. Juni: Ägyptens früherer Präsident Mohammed Mursi brach im Alter von 67 Jahren bei einer Gerichtsanhörung zusammen und verstarb später im Spital. Als erster frei gewählter Präsident Ägyptens kam er 2012 an die Macht. Nach Massenprotesten stürzte ihn das Militär im Juli 2013. Seitdem sass er im Gefängnis. Mursi gehörte den islamistischen Muslimbrüdern an, die heute in Ägypten verboten sind.
6. Juni: Blues-Musiker Dr. John starb mit 77 Jahren an einem Herzinfarkt.
20. Mai: Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist im Alter von 70 Jahren in Zürich verstorben. Der Österreicher war Sport-Legende, Unternehmer und Sturkopf.
Zur Formel-1-Legende wurde Lauda mit diesem Unfall am Nürburgring am 1. August 1976 (...)
(...) Lauda wurde durch Verbrennung entstellt und lag vier Tage im Koma. Am GP von Italien – 42 Tage nach seinem Horror-Unfall – feierte er sein Comeback. Das Bild zeigt ihn an der Pressekonferenz an jenem GP.
19. Mai: Der frühere Churer Bischof Amédée Grab ist verstorben. Grab verschied im Alter von 89 Jahren in Roveredo im südbündnerischen Misox. Er war im Februar 2007 nach achteinhalb Jahren als Oberhirte der Diözese Chur altershalber aus dem Bischofsamt ausgeschieden.
13. Mai: Hollywood-Legende Doris Day verstirbt im Alter von 97 Jahren. Die Sängerin und Schauspielerin wurde in den 50er-Jahren berühmt.
Doris Day war in den 60er-Jahren der grösste Film- und Musikstar in Hollywood. Unvergesslich bleibt, wie sie im Hitchcock-Klassiker «Der Mann, der zu viel wusste» (1956) das Lied «Que Sera Sera» sang.
21. April 2019: Die deutsche Schauspielerin Hannelore Elsner stirbt im Alter von 76 Jahren. Die Charakterdarstellerin galt als eine der grossen Diven des deutschen Nachkriegsfilms. Sie wirkte in mehr als 200 Fernseh- und Kinofilmen mit.
Im Fernsehen war Elsner in der ARD-Serie «Die Kommissarin» (1994-2006) sehr erfolgreich. Zu ihren Erfolgen im Kino gehörte «Die Unberührbare» (2000).
25. April: Michael Wolf: Der preisgekrönte deutsche Fotograf Michael Wolf ist 64-jährig verstorben. Der in München geborene und in den USA und Kanada aufgewachsene Wolf ist bekannt für seine Bilder der grössten Metropolen der Welt, insbesondere Hongkong, wo er seit 1994 lebte.
20. April: Karl Grob, einer der grossen Schweizer Goalies der Siebzigerjahre, starb mit 72 Jahren nach einem Organversagen im Triemlispital Zürich.
Karl Grob spielte von 1967 bis 1987 für den FC Zürich. Mit 513 Spielen ist Grob der Rekordspieler in der Geschichte des FCZ. Er gewann mit dem FCZ fünfmal den Meistertitel und feierte vier Cupsiege.
2. April: Franz Weber: Der Natur-, Tier-, Landschafts- und Kulturgutschützer Franz Weber starb im Alter von 91 Jahren. Weber gilt als Vater der Zweitwohnungsinitiative.
31. März: Nipsey Hussle: Der Grammy-nominierte US-Rapper Nipsey Hussle (33) ist in Los Angeles erschossen worden. Der Rapper war lange Zeit wenig bekannt. Hip-Hop-Mogul Jay-Z kaufte ihm dann 100 seiner Mixtapes für jeweils 100 Dollar ab. Hussles erstes Album «Victory Lap» war im Februar für einen Grammy als bestes Rap-Album nominiert.
30. März, Tania Mallet: Sie spielte im James-Bond-Film "Goldfinger" die Geliebte des Geheimagenten. Sie starb im Alter von 77 Jahren. Sie war eines der angesagtesten Modells der frühen 1960er-Jahre.
Tania Mallet in "Goldfinger". Es war ihre einzige Filmrolle.
18. März 2019: Mit Marcel Meili (rechts) verliert die Schweizer Architekturszene einen ihrer prägendsten Vertreter. Laut der Zeitschrift "Hochparterre" erlag der 1953 in Küsnacht im Kanton Zürich geborene Architekt einem Krebsleiden.
7. März 2019: Hal Blaine, legendärer Schlagzeuger bei Dutzenden Hits von Frank Sinatra, Elvis Presley, den Beach Boys und vielen anderen ist bereits am Donnerstag im Alter von 90 Jahren gestorben.
4. März: Keith Flint: Der Frontmann und Sänger der englischen Band «The Prodigy» schied freiwillig aus dem Leben. Er verstarb im Alter von 49 Jahren. Als Sänger der Elektro-Rockgruppe wurde der exaltierte Flint in den 1990er-Jahren weltbekannt. Flint war neben seiner exzentrischen Erscheinung auch für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt.
Luke, Perry, 4. März: Der US-Schauspieler Luke Perry wurde bekannt durch die TV-Serie "Beverly Hills, 90210". Am 4. März verstarb er in einem Spital in Kalifornien an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Der zweifache Vater wurde 52 Jahre alt. Zuletzt spielte Perry in der Serie "Riverdale" mit, die auf Netflix läuft.
Dieter Behring, 4. März 2019: Der wegen Betrugs verurteilte Finanzjongleur Dieter Behring ist nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren gestorben. Der Basler Financier sollte eine mehrjährige Freiheitsstrafe verbüssen.
André Previn, 27. Februar 2019: Der deutsch-amerikanische Pianist, Komponist und Dirigent André Previn ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Ausnahmemusiker starb in seinem Zuhause im New Yorker Stadtteil Manhattan.
Monica Gubser, 27. Februar 2019: Monica Gubser hat im reiferen Alter als Schauspielerin Berühmtheit erlangt ( «Die Herbstzeitlosen», «Die letzte Pointe», «Lüthi & Blanc»). Nun ist sie 88-jährig überraschend gestorben.
Mark Hollis, 25. Feburar 2019: Mit seiner 80er-Jahre-Band Talk Talk war Mark Hollis auf dem Weg zum Weltstar. Dann schwenkte er um zu einer für viele Fans rätselhaften Musik jenseits von Pop und Rock. Gut 20 Jahre nach seinem Verstummen ist Hollis mit 64 gestorben - hoch verehrt als Avantgardist.
Uriella, 24. Februar 2019: Erika Hedwig Bertschinger-Eicke, bekannt als Fiat-Lux-Sektenführerin Uriella, ist fünf Tage nach ihrem 90. Geburtstag in Ibach im Schwarzwald, wo sie die letzten zehn Jahre zurückgezogen lebte, gestorben.
Karl Lagerfeld, 19. Februar 2019: Der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist mit 85 Jahren gestorben.
Schwarze Sonnenbrille, weisser Mozartzopf, steifer Vatermörderkragen und Ringe an jedem Finger: So kannte Lagerfeld die ganze Welt. Seinen fast schon maskenhaften Stil hat er zu seinem Markenzeichen gemacht.
Legendär waren Lagerfelds Aussprüche. Über seine Haut sagte er: "Ich gehe nicht mehr in die Sonne. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich will nicht aussehen wie eine alte Schildkröte."
Bruno Ganz, 16. Februar: Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Er erlag einem Krebsleiden.
Bruno Ganz galt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler der Gegenwart. Er verstarb in seinem Zuhause in Zürich.
Bruno Ganz als Adolf Hitler im Film "Der Untergang". Für diese Interpretation erhielt er zahlreiche Lorbeeren.
Er spielte auch diese Rolle grossartig: Bruno Ganz in «Heidi» als Alpöhi mit Heidi und dem Geissenpete.
Tomi Ungerer, 9. Februar: Der französische Zeichner und Karikaturist Tomi Ungerer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der vor allem für seine Kinderbücher bekannte Elsässer starb in Irland im Haus seiner Tochter.
Albert Finney, 8. Februar: Der mehrfach für einen Oscar nominierte Schauspieler Albert Finney ("Erin Brockovich") ist nach kurzer Krankheit gestorben. Der Brite wurde 82-jährig.
Rolf Ammann, 7. Februar: Der Aargauer «Schuhkönig» Rolf Ammann aus Oberentfelden verstarb in den Bündner Bergen. Sein Unternehmen Ammann & Co. machte sich unter seiner Ägide einen Namen mit Kampfstiefeln für die Armee und Sicherheitsschuhen für Uniformierte. Ammann-Schuhe gibt es noch heute, einfach produziert in Italien.
Rosamunde Pilcher, 7. Februar: Die britische Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher ("Die Muschelsucher") ist nach einem Schlaganfall gestorben. Sie wurde 94 Jahre alt.
Rudi Assauer, 6. Februar: Der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der einst mächtige Manager der Königsblauen starb an Alzheimer.
Matti Nykänen, 3. Februar: Das Bild zeigt die Skispringen-Legende aus Finnland im Jahr 2012, von seinem turbulenten Leben gezeichnet.
Matti Nykänen gewinnt 1988 drei Mal Gold an den Olympischen Winterspielen.
Matti Nykänen im Februar 1984 als 20-Jähriger auf dem Weg zum Gewinn seiner ersten Olympia-Goldmedaille in Sarajevo.
James Ingram, 29. Januar: Er arbeitete mit Musikgrössen wie Ray Charles, Quincy Jones und Michael Jackson: US-Soulsänger, Songwriter und zweifache Grammy-Preisträger James Ingram ist tot. Schauspielerin und Sängerin Debbie Allen, eine langjährige Bekannte und Kollegin (im Bild), bestätigte Ingrams Tod am 29. Januar 2019. Ingram wurde 66 Jahre alt.
Legrand starb in der Nacht zum Samstag im Alter von 86 Jahren in Paris, wie sein Sprecher mitteilte.
Aniello Fontana, 20. Januar: Der FC Schaffhausen trauert um seinen Präsidenten. Der 71-Jährige hat den «schweren Kampf gegen seine Krankheit verloren und ist am Sonntagabend» verschieden, wie sein Verein mitteilte. Fontana kämpfte schon längere Zeit gegen eine schwere Tumorerkrankung. Wegen einer Thrombose wurde er ins Spital gebracht, wo er an einem Kreislaufversagen verstarb.
Pio Corradi, 1. Januar: Der Schweizer Kameramann Pio Corradi arbeitete mit zahlreichen renommierten Regisseuren zusammen und drehte mehr als 100 Spiel- und Dokumentarfilme. Corradi starb am Neujahrstag im Alter von 78 Jahren.

22. Dezember: Wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn trauert die Fussball-Schweiz um eine weitere Fussball-Legende: Fritz Künzli.

KEYSTONE/AXA k_tk

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