UNESCO-Welterbe

UNESCO erklärt Wattenmeer, Dolomiten und Mount Wutai zu Welterbe

Weltkulturerbe Wattenmeer (Archiv)

Weltkulturerbe Wattenmeer (Archiv)

Die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat das Wattenmeer in Norddeutschland, die Dolomiten in Norditalien und den Mount Wutai in China auf die Liste des Welterbes gesetzt. Dies entschied das Welterbekomitee der UNESCO.

Einen Tag nach der Aberkennung des Welterbestatus für das Dresdner Elbtal stimmte das UNESCO-Komitee am Freitag im spanischen Sevilla dem deutsch-niederländischen Gemeinschaftsantrag zum Wattenmeer zu. Damit zählt die Fläche zwischen der holländischen Insel Texel und der Nordspitze Sylts zu den weltweit rund 200 Naturdenkmälern.

Als einzigartiges und hoch sensibles Ökosystem ist das Wattenmeer Heimat für etwa 10'000 Arten von Einzellern, Pflanzen, Pilzen und Tieren. Es ist die Kinderstube von Seehunden und Krabben sowie vieler Nordseefische, etwa Schollen, Heringe und Seezungen.

Auch die Dolomiten in Norditalien dürfen künftig den Welterbetitel tragen. Das Gebiet in den norditalienischen Alpen umfasst 18 Gipfel.

Das Gebirge zeichnet sich durch steile Felswände, scharfe Klippen sowie eine Vielzahl enger und tiefer Schluchten aus. Das zum Welterbe erklärte Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von fast 142 000 Hektar.

Der Mount Wutai in China ist mit seinen fünf Gipfeln schliesslich ist ein "heiliger Berg" der Buddhisten. Auf seinen Hängen befinden sich 53 Klöster und Tempel mit wertvollen Kunstschätzen.

Am Freitag oder am Samstag entscheidet das UNESCO-Komitee an seiner Sitzung in Sevilla über zwei Schweizer Projekte: Die Stadtlandschaft Uhrenindustrie La Chaux-de-Fonds/Le Locle und das Werk des Architekten Le Corbusier.

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