UNESCO-Welterbe

UNESCO: Anne Franks Tagebuch von «universellem Interesse»

Anne Frank (Archiv)

Anne Frank (Archiv)

Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank zählt neu zu den Dokumenten, die gemäss der UNESCO von «universellem Interesse» sind. Dies entschied ein Expertenkomitee, wie die Organisation für Wissenschaft, Bildung und Kultur (UNESCO) mitteilte.

Bei dem Treffen, das alle zwei Jahre stattfindet, wurden 35 Dokumente in die 1997 geschaffene Liste aufgenommen. Mittlerweile sind darauf 193 Texte aufgeführt. Darunter befinden sich etwa die königlichen Archive von Thailand in Bezug auf die von König Chulalongkorn dem Grossen (1868-1910) verwirklichten Reformen.

Die Foto- und Filmarchive der UNO-Organisation für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) zählen ebenso zu den Texten von "universellem Interesse" wie das Register der Sklaven in den britischen Antillen, die Nibelungenlieder oder die offiziellen Dokumente des Polizeiregimes unter dem Diktator Alfredo Stroessner in Paraguay.

Anne Frank hatte sich von 1942 bis 1944 mit ihrer Familie und Freunden in Amsterdam vor den deutschen Nazis versteckt. Dort führte das Mädchen ein Tagebuch, bis es ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt wurde. Anne Frank starb im Frühling 1945. Ihr Tagebuch zählt zu den meistgelesenen Büchern der Welt.

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