Mein Lieblingswerk

Stephan Schmidt: «Es sind ergreifende, ja atemberaubende Bilder»

Gerhard Richter: Verkündigung nach Tizian (344/1); das erste der vier Bilder des Zyklus, den das Kunstmuseum im Mai 2014 erwerben konnte.

Gerhard Richter: Verkündigung nach Tizian (344/1); das erste der vier Bilder des Zyklus, den das Kunstmuseum im Mai 2014 erwerben konnte.

Stephan Schmidt, Direktor der Musik-Akademie Basel, wählt Gerhard Richters «Verkündigung nach Tizian» als sein Lieblingswerk aus dem Kunstmuseum.

«Der vierteilige Zyklus ‹Verkündigung nach Tizian› ist ein bedeutender Gewinn fürs Kunstmuseum Basel, weil es ergreifende, ja atemberaubende Bilder sind. Gerhard Richter gehört für mich seit Jahren zu den interessantesten und wichtigsten Künstlern unserer Zeit.

Er lebt uns vor, was viele vergeblich versuchen: in seinem Nachdenken und in seinem künstlerischen Schaffen stets gleichermassen glaubwürdig und überzeugend zu sein und mich gleichzeitig emotional direkt und tief berühren zu können. Vor seinen Bildern stehen zu dürfen ist immer wieder ein persönliches Erlebnis! Seine Texte und Interviews zu lesen, haben mich generell inspiriert, aber auch speziell als Musiker sehr bereichert.

Für seine Bilder gilt – wie für alle Kunstwerke, die einem persönlich wichtig sind –, dass es immer aufs Neue aufregend ist, vor den Originalen zu stehen und diese auf sich wirken zu lassen. Keine noch so gute Abbildung schafft es, den Zauber und die Kraft dieser Bilder zu vermitteln. Das ist das Wunderbare an dieser grossartigen Kunst, sie offenbart letztlich nur in der direkten Begegnung ihre ganze Bedeutung und Kraft.»

Verkündigung nach Tizian ist im Museum für Gegenwartskunst in der Schau «Von Cézanne bis Richter» zu sehen.

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