Der Graf gibt sich die Ehre

Noch 12 Tage dauert es bis zur Premiere der Operette «Der Graf von Luxemburg» von Franz Léhar. Eine hektische Zeit für die Mitwirkenden, denn praktisch täglich wird geprobt.

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Aargauer Zeitung

Hanny Dorer

Die Rollen sitzen, die Kostüme sind anprobiert, die Frisuren festgelegt, der Schminkplan ausgearbeitet und die Requisiten vollständig. In den letzten Proben vor der Premiere wird nur noch an Details gefeilt.

Kritisch beobachtet der neue Regisseur Thomas Dietrich die Durchlaufprobe, lässt ab und zu eine kleine Szene wiederholen, unterbricht jedoch den Ablauf möglichst wenig. Erst am Schluss macht er auf einige Details aufmerksam, die er noch ändern möchte.

Erstmals mit Handharmonika

Da «Der Graf von Luxemburg» in Paris spielt, darf im musikalischen Teil natürlich auch eine Valse Musette nicht fehlen. So wird Sabine Bachmann mit ihrer Handharmonika ins Geschehen integriert und spielt auf der Bühne nicht nur mit flinken Fingern eine virtuose Begleitung, sondern führt mitten im fröhlichen Karnevalstreiben auch eine Polonaise an. Als Zweitbesetzung wurde Irene Bhend-Kaufmann engagiert.

Die beiden Hauptdarsteller - Raimund Wiederkehr als Graf von Luxemburg und Jacqueline Oesch als Angèle Didier - sieht man zum ersten Mal auf der Möriker Bühne. Andere kennt man bereits von früheren Produktionen, etwa Patrick Biagioli als Armand Brissard, Andrea Hofstetter als Juliette Vermont, Niklaus Rüegg als Basil Basilowitsch, Felix Müller als Sergei

Mentschikow, Erich Zwahlen als Pawel von Pawlowitsch und Marc Frey als Pélégrin. Olga Regez als Gräfin Stasa Kokozow schliesslich kennt man nicht zuletzt dank ihrer langjährigen Tätigkeit als Dozentin für Sologesang. Der Chor, der allerdings in diesem Werk nicht oft zum Zuge kommt, besteht aus Mitgliedern des Männer- und des Frauenchors Möriken-Wildegg sowie aus weiteren Personen, die aus Freude an der Musik und am Gesang bei der Operette mitmachen.

Bewährtes Dirigententeam

Bereits zum zweiten Mal teilen sich Anna Jelmorini und David Cowan die musikalische Leitung in Möriken, nachdem sie vor zwei Jahren bereits «Die Banditen» von Jacques Offenbach gemeinsam geleitet hatten. Die beiden ergänzen sich hervorragend, was nicht zuletzt für die Mitwirkenden wichtig ist: Sie müssen sich darauf verlassen können, dass die Einsätze und die Tempi bei beiden Dirigenten gleich sind.