Kulturfabrik

Das bange Warten hat ein Ende

Die neue Homepage wurde nicht nur von Kofmehl-Besuchern mit Spannung erwartet, auch das Macher-Team drehte «dürum» vor Freude, wie sie online verlautbaren. (Oliver Menge)

Homepage Kulturfabrik

Die neue Homepage wurde nicht nur von Kofmehl-Besuchern mit Spannung erwartet, auch das Macher-Team drehte «dürum» vor Freude, wie sie online verlautbaren. (Oliver Menge)

Eigentlich sollte die neue Kofmehl-Homepage in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag aufgeschaltet werden. Doch tat sich nichts. Weder um Mitternacht, wie angekündet, noch danach. Seit Montagnacht läuft das Ding nun – und bringt viel Neues.

Regula Bättig

Die Ankündigung «Tschüss! Um Mitternacht verschwindet die alte Kofmehl-Website (1999 - 2009) für immer von der Bildfläche», war der erfolgreichste Eintrag in der Rubrik «Fabrikgeflüster» in eben diesen Jahren: 195 Rückmeldungen gabs, mit klarem Schwerpunkt: «Dat war wohl nix» steht da, oder «das isch äuä chlei id hose gange mit dere nöie homepage». Pipo Kofmehl, Leiter der Kulturfabrik, trägts mit Fassung: Einen exakten Termin für das Aufschalten einer Homepage zu kommunizieren, sei «sehr ehrgeizig», stellt er fest. «Erst recht, wenn man diesen auch noch auf ein Wochenende ansetzt.» Weil dann natürlich die wenigsten Techniker arbeiten.

Anders als alles andere

Und an der Technik ists dann auch gescheitert: Ein kleines Problem beim Provider - und nicht nur Horden von neugierigen Kofmehl-Besuchern, sondern auch die rund 10-köpfige Crew, die während Wochen und Monaten intensiv am neuen Auftritt gearbeitet hat, verbrachte die Samstagnacht wartend vor dem Computer. Um 2 Uhr habe man die Übung abgebrochen, «und das Team ging ziemlich frustriert nach Hause». Aber damit müsse man halt rechnen, sagt Kofmehl. Und geklappt hats dann ja doch noch, halt erst am Montag gegen 22 Uhr.

Was der Besucher nun unter www.kofmehl.net antrifft, ist mit dem bisherigen Auftritt nicht zu verwechseln - und eigentlich auch mit keiner anderen Homepage. Diese kommt nämlich zweigeteilt daher: Links findet sich das Programm, rechts die Comunity; sprich News, Gästebuch, Bilder oder Wettbewerbe. Was ja auch dem realen Kofmehl entspreche, wie Kofmel findet. «Wir veranstalten ja nicht nur anonyme Konzerte, das Drumherum ist bei uns mindestens genauso wichtig.»

Es darf gespielt werden

Einmal angemeldet und eingeloggt, stehen dem Besucher Tür und Tor offen: «Neu kann alles kommentiert werden», erklärt Kofmehl. Beispielsweise auch Fotomatbilder oder Bandbewerbungen, da Bands, die im Kofmehl auftreten möchten, ihre Bewerbung öffentlich machen können. Regelmässige Kofmehl-Gänger können auf den eigenen elektronischen Terminkalender laden, wann was läuft und die Tickets dafür können ebenfalls gleich online reserviert werden. Das Ticketreservationssystem bringe zudem den Vorteil, dass keine Vorverkaufsgebühren anfallen. «Man kann zudem auf seinem Profil anzeigen, bei welchen Anlässen man mit dabei ist», sagt Kofmehl. Wers interessiert, kann daher im Voraus abchecken, wer an der Party- oder Konzert anzutreffen ist.

Spielereien, die mit der alten Homepage allesamt nicht möglich gewesen wären. «Oder nur mit riesigem Aufwand. Nun aber können wir weiter ausbauen à gogo.» Zudem könnten nun Bereiche, die im Hintergrund laufen - Verträge, Budgets, Abrechnungen - ebenfalls via Internet abgewickelt werden. «Was natürlich ein Riesenvorteil ist, weil bei uns enorm viele Leute mitarbeiten.»

Aus den Kosten des neuen Auftritts macht Pipo Kofmehl kein Geheimnis: «Das ist alles ehrenamtliches Engagement», sagt er. «Ansonsten hätten wir uns diesen Auftritt gar nicht leisten können.» Auf rund 50 000 Franken wäre die Homepage zu stehen gekommen, hätte man die Arbeit von Programmierern und Designern und sonstwie Involvierten berappen müssen. Nun aber reduziere sich das Ganze auf «ein bisschen Spesen», wie es der Kofmehl-Leiter ausdrückt. Aber so läuft das eben, in der Kulturfabrik.

www.kofmehl.net

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