Die "Ausstellung Daniel Schwartz. Gletscher-Odyssee" dauert bis Mitte Februar. Es handelt sich um eine Kabinett-Ausstellung, die 20 fotografische Werke und drei historische Ölbilder in neun Räumen umfasst.

Seit zehn Jahren arbeitet Daniel Schwartz am Projekt der Gletscher-Odyssee. Aufnahmen von Gletschergebieten in Asien, Afrika und Südamerika ergänzen die Bilder von Gletschern im Alpenraum. Die Gletscher-Arbeit ist das erste Projekt von Schwartz, das sich mit der Schweiz befasst. Die Arbeiten spannen einen Bogen von der Geschichte in die Gegenwart der Gletscher, sie sind Ausdruck von Fotokunst im dokumentarischen Stil.

Wichtiges Projekt für das Museum

Das Projekt sei wichtig für das Bündner Kunstmuseum, sagte Co-Direktor Stephan Kunz am Donnerstag an der Medienorientierung. Fotografie geniesse einen hohen Stellenwert im Museum, und die Fotografien von Schwartz zeigten, was vor der eigenen Haustüre geschehe.

Gletscher seien ein Klima-Archiv, ein Indikator der Klimaerwärmung, sagte der an der Medienorientierung anwesende Fotograf. In die Ausstellung integrierte Bilder und Kartografien dokumentieren Gletscherstände der Kleinen Eiszeit und markieren den Schwund im Laufe der letzten 200 Jahre.

Der Künstler Daniel Schwartz wurde 1955 in Olten geboren und lebt in Solothurn. 1980 absolvierte er die Fachklasse für Fotografie an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Ab 1990 arbeitete während 15 Jahren als fotografischer und redaktioneller Mitarbeiter bei der Zeitschrift "Du".

Als einer der international "anerkanntesten Fotografen seiner Generation", so das Bündner Kunstmuseum", sei er seit 2017 Mitglied der internationalen Fotoagentur "VII Photo Agency". Begleitend zur Ausstellung in Chur ist im Verlag Thames & Hudson das Buch "While the Fires Burn - A Glacier Odyssey" von Daniel Schwartz erschienen.