Chor
«Close Harmony» geht zu seinen Wurzeln, dem Chorgesang, zurück

Der Gesangschor «Close Harmony» hat mit den beiden Musicals Mr. President und Taxi grosse Erfolge verbuchen können. Trotzdem wollen die Chormitglieder gesangsmässig wieder zu den Wurzeln – dem Chorgesang mit Rock und Popmelodien – zurück.

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«Close Harmony» geht zu seinen Wurzeln, dem Chorgesang, zurück

«Close Harmony» geht zu seinen Wurzeln, dem Chorgesang, zurück

Carolin Frei

Seit Anfang Jahr steht dem Windischer Chor ein neuer musikalischer Leiter, Thomas Müller, unterstützend zur Seite. Sein primäres Ziel ist es, mit den bestehenden Mitgliedern einen runden Klangkörper zu schaffen, der es erlaubt, ein spannendes Repertoire an Rock und Pop aus den 50er- und 60er-Jahren abzudecken. Die gesangliche Basis des Chors sei solide, er sei allerdings mitgliedermässig an der unteren Grenze. «Um diesem Ziel schnell näher zu kommen, bräuchten wir weitere Sänger - vor allem Männer», sagen sowohl der musikalische Leiter als auch Norbert Oehrli, eine der Bass-Stimmen.

Der Chor wird unter der neuen Leitung auch in Atem-, Stimm- und Ausdruckstechnik geschult. Dies geschieht in einer entspannten Atmosphäre. «Bei uns muss niemand vorsingen und wir legen Wert darauf, dass niemand bloss- gestellt wird», sagt Thomas Müller. Nur so könne sich ein jeder ungehemmt entfalten. Und falls es doch einmal nötig sei, ein paar «klärende Takte» zu sprechen, geschehe dies in diskretem Rahmen.

An der GV vom 9. März bekamen sowohl die Mitglieder als auch der neu gewählte Vorstand sowie der neue künstlerische Leiter die Plattform, die es brauchte, um den «wieder auferstandenen» Chor in die gewünschten Bahnen zu lenken. Beschlossen wurde unter anderem, mit den gesanglichen Darbietungen ab Sommer an die Öffentlichkeit zu gehen. «Sogar A-cappella-Auftritte könnten wir uns vorstellen», sagt Norbert Oehrli, der zu Hause gerne im eigenen Musikzimmer übt, manchmal in Begleitung von Frank Zappa oder der Rolling Stones. «Dort kann ich mich wunderbar auf die Musik und meinen Gesang konzentrieren.» Thomas Müller seinerseits schätzt an seiner neuen Aufgabe die Herausforderung, mit den richtigen Mitteln und Worten bei den Chormitgliedern ein Maximum an homogenem Klang, rhythmischer Präzision sowie Ausdruck herauszuholen.
Was dem wieder auferstandenen Chor zur Vollendung seines Glücks noch fehlt, sind ein paar «mutige», singfreudige Männer (und Frauen). Infos: norbert.oehrli@hispeed.ch

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