So ist dem eigentlichen «Vater» der schweizerischen geologischen Forschung, dem Bärschwiler Amanz Gressly (1814–1865) ein Beitrag über sein Leben und Wirken gewidmet.

Gressly war ein Forscher, der auf verschiedenen Gebieten der Geologie bis heute gültige Pionierarbeit leistete. Allein durch Beobachtung vermochte er die Entwicklung des Schweizer Juragebirges in groben Zügen zu rekonstruieren. Er war zudem ein herzensguter Mensch mit einem etwas verwilderten Aussehen. Leider war sein Tod tragisch: Er starb, von Halluzinationen geplagt, in der Heil- und Pflegeanstalt Waldau in Bern.

Die Eiszeit wirkt nach

Ein grösserer Beitrag im Heft ist den Böden des Kantons Solothurn gewidmet. Christine Hauert, Gaby von Rohr, Stephan Margreth, Anina Schmidhauser und Thomas Gasche haben 20'000 ha Landwirtschafts- und Waldboden des Kantons kartiert und die Bodeneigenschaften seit den 90-iger Jahren bis heute erfasst und verglichen. Es wurde festgestellt, dass nach wie vor die Vergletscherung einen massgeblichen Einfluss auf die Böden im Mittelland hat.

So waren die westlichen Kantonsteile bis in den Raum Wangen an der Aare 24'000 Jahre vor unserer Zeit mit Eis bedeckt. Die Kenntnisse der Eigenschaften unserer Böden sind für verschiedene Fragestellungen wichtig. Erarbeitet wurden beispielsweise Verdichtungsempfindlichkeitskarten, die helfen, in Zukunft möglichst bodenschonende Arbeitstechniken einzusetzen. Die Nachfrage nach Bodendaten ist auch aufgrund der steigenden Beanspruchung des Bodens gross.

Ein dritter Beitrag im Heft beschäftigt sich mit dem Vorkommen des Luchses im Solothurner Jura. Nachdem die Art im 18. Jahrhundert ausgestorben war, wurde das Tier 1974 im Neuenburger Jura wieder angesiedelt. 1983 wanderte er in den Kanton Solothurn ein. Der Artikel rekapituliert die Rückkehr und präsentiert Erkenntnisse zur Biologie und Ökologie des Luchses. In einem weiteren Beitrag widmet sich Elias Bader zwei Arten heimischer Fledermäuse und hat deren für den Laien fast nicht erkennbare Unterschiede herausgearbeitet. (frb)