Schlamm
Bauernhof trotz Schlammschlacht gerockt

Beim Open Air Openeye in Oberlunkhofen wurde trotz Regen gerockt und getanzt, was das Zeug hielt.

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Hanna Widmer

Eingefleischte Fans lassen sich auch von schlechten Wetterprognosen nicht einschüchtern, so viel sei klargestellt: «Wir kommen jedes Jahr wieder.

Das bisschen Regen hält uns nicht davon ab, die Stimmung hier mitzuerleben», meinen Stefanie Freudenthaler und Michelle Fillekes.

«Am Openeye passt einfach alles: die Leute, die Musik und die Atmosphäre», finden die beiden weiter. Eine Aufwärmübung für das St.Gallen-Festival am nächsten Wochenende? «Ein bisschen vielleicht, aber so richtig vergleichen lässt sich das nicht; das sind schon zwei Paar verschiedene Schuhe.»

Regenfrei in die erste Runde
Beinahe noch etwas schüchtern sammelt sich das Publikum am Freitagabend vor der Hauptbühne zum Konzert von Dirty Sound Magnet.

Das ändert sich aber schnell, als die vier loslegen. Stunden später doppeln Äl Jawala mit ihrem stimmungsmachenden Balkan-Sound noch nach: Ihre Gipsy-Grooves reissen auch noch den oder die Tanzfaulste(n) aus der hintersten Reihe mit.

Am Samstag startet der Abend wettertechnisch genau gleich wie schon der Freitag: Während es den Tag durch noch ziemlich düster und nass aussah, hellt es pünktlich zum Konzert von Stiller Has wieder auf. Charmebolzen Endo Anaconda scheint die Bauernhof-Location zu behagen: «Klein, aber fein» sei es hier, meint er - und trifft damit voll ins Schwarze.

Der Platz vor der Bühne ist während des Main Acts zugepflastert von begeisterten Zuhörern; und Stiller Has lassen da natürlich nicht lumpen: Anaconda gab - auf Anraten seiner Physiotherapeutin, wie er schmunzelnd sagte - nebst Reibeisengesang gar ein paar Drehungen zum Besten.

Perfekte Organisation
Es läuft alles wie am Schnürchen auf dem Festivalgelände. Zwischen Crèpes machen und Bier ausschenken wird da auch mal kurzerhand noch eine Übernachtungsmöglichkeit für zwei zusätzliche Bandmitglieder organisiert.

In der Umgebung sei nirgends ein freies Zimmer aufzutreiben, ob die beiden wohl im Gästezimmer nächtigen könnten? Später geben oben auf der Zeltbühne die beiden Jungs von Das Pferd die Ergebnisse ihres wilden Musikstilmischmaschs zum Besten und bringen die Leute zum Tanzen - und Lachen.

Irgendein Sascha hat Geburtstag: Da darf natürlich das pferdige Ständchen der etwas anderen Art nicht fehlen. Noch um halb sieben am Sonntagmorgen schallt Reggae aus den Boxen.

Noch bester Laune unterhalten sich die übrig gebliebenen Nachtschwärmer an der Bar. Zwischen zwei Bäumen hat jemand eine Hängematte aufgespannt und sich so sein Nachtlager eingerichtet. Ein erfolgreiches Festival geht damit zu Ende - auf die gut 2000 Besucher dürfen die Veranstalter wahrlich stolz sein.

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