Oft werde die Bedeutung von Farben in der Raumplanung vernachlässigt, schreibt die Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe (NIKE) in ihrer Medienmitteilung vom Montag. Sie hat sich deshalb entschlossen, ihr Augenmerk darauf zu richten.

Das Gestalten von Dörfern und Städten brauche einen bewussten Umgang mit ihrer Farbigkeit, so NIKE. "Stimmt das Material, stimmt der Farbton, fühlen wir uns wohl." Und weiter: "Wir müssen Mut zur Farbe haben und sie gleichzeitig so sorgfältig einsetzen, wie wir auch unsere eigenen vier Wände einrichten."

Dass das diesjährige Motiv als wichtig erachtet werde, zeige auch der Anmelderekord. Über 400 Orte mit rund 1000 Veranstaltungen sind dabei. Im Vordergrund stehen etwas diese Fragen: Warum ist die Stadt Biel rot, Neuenburg gelb, oder wie sehen Schaffhausen oder Rheinfelden nach Farben kartografiert aus?

Die Anlässe laden ein zum Entdecken der Farbcodes von Schweizer Dörfern und Städten. Sie lassen die Besucherinnen und Besucher in die Atmosphäre farbiger Innenräume eintauchen, Klangfarben hören, Lieblingsfarben mischen. Kennenlernen können sie aber auch die als Weltkulturerbe ausgezeichneten Werke des Schweizer Architekten Le Corbusier in Zürich, Genf oder La Chaux-de-Fonds.