Wer hätte gedacht, dass die Trinkwasserverschmutzung in drei Niederämter Gemeinden etwas mit dem Stromunterbruch im Niederamt vor einer Woche zu tun haben könnte. Doch: Ein Unglück kommt selten allein.

Im Grunde genommen lief alles wie nach dem Drehbuch eines Katastrophenfilmes ab: Ein Stromausfall setzt eine wichtige Anlage ausser Kraft und wegen eines zufälligen Unterbruchs der Telefonleitung wird der Pikettdienst nicht alarmiert. Zum Glück handelt es sich beim Kettenereignis im Niederamt nicht um eine Katastrophe. Doch für die betroffene Bevölkerung ist unangenehm zu wissen, mit Fäkalien verseuchtes Wasser konsumiert oder etwa an kleine Kinder abgegeben zu haben. Schliesslich scheint die Wasserkontamination nicht ganz unbedenklich zu sein, wird doch die betroffene Bevölkerung aufgefordert, bei hohem Fieber, Durchfall oder Erbrechen einen Arzt zu konsultieren.

Wie dem auch sei, auf jeden Fall zeigt dieses Ereignis, auch wenn die Folgen nicht gravierend sind, wie anfällig und verletzbar unsere stark vernetzte Infrastruktur ist. Immer mehr wird das an Komplexität wachsende Netzwerk, das ohne Strom nicht funktionieren kann, elektronisch gesteuert und kontrolliert. Bereits spricht man vom «Allesnetz», dem Internet der Dinge, das es ermöglichen soll, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch ausgeklügelte Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen. Doch die besten Systeme nützen nichts, wenn sie im Ernstfall versagen.