Kriegstelle

Wer rettet die Poststelle?

Urs Byland
Wer rettet die Poststelle in Kriegstetten? (Archiv)

Wer rettet die Poststelle in Kriegstetten? (Archiv)

Gemeindepräsident Manfred Küng kämpft damit, die Wahlschlappe einigermassen zu verdauen. Aber die Legislatur ist nicht zu Ende. Küng muss noch einige Versammlungen über sich ergehen lassen. So darf man das wohl nennen, betrachtet man sein Verhalten gegenüber dem politischen Konkurrenten. Dass die SVP auf eine Kandidatur für das Gemeindepräsidium verzichtete, ist folgerichtig. Nicht zu erwarten war der Versand einer Medienmitteilung mit einer SVP-Bilanz. Darin wird der Gegenseite ein inhaltloser Wahlkampf vorgeworfen. Einzig das Motto «Alle gegen die SVP» habe zum Wahlerfolg geführt.

Feindbild war weniger die SVP als Küngs Person. Er hat es mit seiner besserwisserischen, bisweilen sturen Art nicht verstanden, die eher unerfahrenen Gemeinderäte ins Boot zu nehmen. Reihenweise kam es zum Absprung. Küng kämpfte gegen den intransparenten Sumpf, den die bestandenen Dorfparteien hinterlassen haben, aber er schlug auch den unbescholtenen Polit-Nachwuchs. Einzig Simon Wiedmer ertrug diese «Schulmeisterei» und hat sich erfolgreich gegen seinen «Lehrer» gestemmt.

Nun findet sich die SVP wieder in ihrer Jammer- und Oppositionsrolle. Die anderen sind schuld für das eigene Versagen (Jammer). Und man will dem neuen Gemeindepräsidenten scharf auf die Finger schauen (Opposition).

Als erstes Thema hat der verbliebene SVP-Gemeinderat die gefährdete Poststelle gefunden. Diese soll Wiedmer retten. – Gemach, gemach. Die Poststellen-Rettung haben sich bereits Bundes- und Kantonspolitiker auf die Fahne geschrieben. So gesehen hat Manfred Küng als Kantonsrat bald mehr Zeit, die Poststelle zu retten.

urs.byland@azmedien.ch

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