Ein Postfach hat durchaus so seine Vorteile. Nicht zuletzt den, dass man auf diesem Weg auch am Samstag noch zu seinen Briefen und übrigen Zusendungen kommt. Seit ich stolzer Postfach-«Besitzer» bin, ist der Standort «meiner» Postfachstelle Solothurn 2 nun bereits zum dritten Mal ein anderer: Wars über lange Zeit hinweg der markante Post-Protzbau am Postplatz, folgte vor einigen Jahren der tiefe Keller im ehemaligen «Loeb»-Gebäude, vis-à-vis dem Westbahnhof. Und seit bald zwei Wochen ist es nun also ein Geschäftshaus an der Wengistrasse.

In den ersten Tagen irrten noch etliche Postfachkunden hilflos-suchend zwischen altem und neuem Standort herum – auch weil die neue Bleibe bisher gegen aussen nicht sichtbar gekennzeichnet worden ist. Inzwischen scheinen aber die meisten Nutzer zumindest die neue Fachanlage sicher geortet zu haben. Der letzte Kick besteht dort jetzt nur noch im Finden des «richtigen» Türchens in der Fächerwand.

Ach ja, und da ist noch eine Kleinigkeit: Während ich doch tatsächlich bis zum heutigen Tag noch immer Zusendungen an die Adresse meiner uralten ersten Postfachnummer erhalte, dürften erst gerade eben wohl auch die bedächtigsten Absender meine letzte (zweite) Postfachnummer registriert haben. Nun aber sind auf einen Schlag gleich alle potenziellen Briefschreiber brutal herausgefordert: Mit meiner vom gelben Riesen liebevoll und schon wieder völlig neu kreierten dritten Postfachnummer – die so zur Post-Lachnummer zu werden droht.