Muttertag. Ich mag mich noch gut erinnern, wie mein Bruder und ich jeweils an besagtem Sonntag früh auf die nahegelegene Wiese zogen, um einen Strauss zu pflücken. Dass dieser wohl vorwiegend aus Gänseblümchen und Löwenzahn bestand, tat unserer Freude keinen Abbruch. Wir hielten ihn schlichtweg für den perfekten Strauss. Die Freude unserer Mutter bestärkte uns natürlich in unserem Glauben.

Aber, wer hats erfunden?

«Digital natives» mögen dahinter eine Charmeoffensive eines Blumenversand-Handels vermuten. Tatsächlich gilt als Begründerin des heutigen Muttertags jedoch die Methodistin Anna Marie Jarvis. Sie veranstaltete in Grafton (West Virginia, USA) am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein «Memorial Mothers Day Meeting». Im folgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet.

500 weisse Nelken liess sie zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen. 1914 wurde der Muttertag zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen. In der Schweiz wurde er 1917 als Feiertag eingeführt. Sollten Sie bei diese Zeilen etwas beunruhigt an ein Versäumnis erinnert worden sein: Kein Problem, die Möglichkeiten, noch zu Blumen zu kommen, sind heutzutage mannigfaltig. Wobei: Selbst gepflückt macht noch immer den besten Eindruck.

Was machen eigentlich die Narren im Frühling?

Sie bereiten sich auf die kommenden närrischen Tage vor. Nicht, ohne allerdings zuerst die vergangene Fasnacht zu verdauen. An der sogenannten «Uschotzete» wird Rückschau gehalten, Positives gewürdigt, bei weniger gut Verlaufenem werden Lösungen gesucht. Dann aber schaut man in die Zukunft. Mit Nina Swager van Dok wurde denn auch bereits die neue Plaketten-Künstlerin erkoren.

Aber halt, da fehlt doch noch was. Richtig. Das Motto muss noch bestimmt werden. Und dabei haben sich der (frisch verheiratete) Obernarr Diego Kummer und sein Team etwas Neues einfallen lassen. Anschliessend an die sicher wieder turbulente Ausmarchung des neuen fasnächtlichen Leitspruches, trifft sich die Narrenwelt zu einem Kostümball im Parktheater. Den 21. Mai also bereits reservieren. Denn, wer hat nicht schon einmal davon geträumt, einen närrischen Anlass bei angenehmen Temperaturen zu begehen?