Nach einem weiteren Abgang an der Spitze des Naturparks Thal stellt sich die Frage nach der Zukunft des Parks einmal mehr. Die Verantwortlichen beteuern in diesem Zusammenhang, dass alle Leistungen erbracht wurden. Doch dies darf nicht der Anspruch sein. Denn fürs Standortmarketing wird das Label Naturpark für den Bezirk in Zukunft enorm wichtig werden.

Als schweizweites Pionierprojekt gestartet, gilt es nun in die Zukunft zu schreiten. Eine grosse grüne Wiese hatten die Parkverantwortlichen am Anfang vor sich, welche sie gestalten konnten. Doch durch die Pionierrolle fehlten auch Vorbilder. Kein leichtes Unterfangen. Trotzdem gelingt es, immer mehr Besucherinnen und Besucher in den Naturpark zu locken.

Damit der Park auch in Zukunft erfolgreich sein kann, ist eine konsequentere Fokussierung auf den touristischen Teil des Naturparksprojekts nötig. Doch weil das Projekt langfristig angelegt und auch so zu betrachten ist, müssen sich die Thalerinnen und Thaler auch in Geduld üben. Denn die Mittel des Parks sind mit etwas mehr als einer Million Franken pro Jahr begrenzt, auch wenn der Bund nächstes Jahr mehr Geld in den Park fliessen lässt. Dies sollten auch die Thaler Gemeinden ins Auge fassen, um einen höheren Output für ihre Region zu generieren. Die Rechnung ist einfach: Für mehr Geld gibts mehr Projekte, wovon der sanfte Tourismus und nicht zuletzt auch die Natur profitieren. Eine Flucht nach vorne also, welche dem Projekt guttun würde. Zudem stiege die Akzeptanz für das Projekt im Thal.

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