Seitenieb

«Verkehrsberuhigung»

Manche Temporeduktionen wirken willkürlich. Im Bild: Vor der Autobahn-Ausfahrt Wangen an der Aare.

Manche Temporeduktionen wirken willkürlich. Im Bild: Vor der Autobahn-Ausfahrt Wangen an der Aare.

Ein Seitenhieb gegen plötzliche Temporeduktionen auf der Autobahn, die willkürlich scheinen.

Als Pendler, der täglich mit dem Auto auf der A5 unterwegs ist, fällt mir auf, dass still und klammheimlich «verkehrsberuhigende» Massnahmen eingeführt werden, die wenig bis keinen Sinn machen. So zum Beispiel Temporeduktionen vor oder nach Tunnels, die willkürlich wirken. Beispielsweise muss man vor dem Lüsslingentunnel in Fahrtrichtung Solothurn erst kurz vor dem Tunnel auf 100 km/h runter. Auf der Gegenfahrbahn wird die Temporeduktion nach dem Tunnel aber erst Hunderte von Metern später aufgehoben. Warum? Mal abgesehen davon, dass bei Bauarbeiten, und wenn sie nur eine Strecke von 50 Metern betreffen, das Tempo oft gleich auf einem Abschnitt von über 10 Kilometern gedrosselt werden muss. Das nervt sowieso.

In Richtung Biel vor der Einfahrt in den Pieterler Tunnel hat man die Temporeduktion stillschweigend um ein paar hundert Meter verlängert. Wegen des Autobahnzubringers? Macht wenig Sinn, die Einfahrt wäre lang genug. Aber das absolute Highlight: Die neue Ampelanlage bei der Ausfahrt Biel vor der Tissot-Arena. Ein Stauverursacher sondergleichen. Der Verkehr lief vor der Inbetriebnahme jahrelang bedeutend flüssiger. Und wenn Sie schon mal nachts um 2 Uhr vor dem Rotlicht gestanden sind, Sie kein einziges anderes Auto weit und breit, sondern gefühlte 5 Minuten lang nur rot gesehen haben, dann verstehen Sie vielleicht den Ärger. Gelb blinken? Fehlanzeige. Reine Schikane ohne Grundlage von Schreibtischtätern halt, ist man versucht zu sagen. Weil: Verkehrsexperten würden das bestimmt nicht so planen.

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