Kommentar

Stellvertreter-Krieg

Wie werden sich sowohl die Linken als auch die Bürgerlichen an der nächsten Gemeindeversammlung schlagen?

Wie werden sich sowohl die Linken als auch die Bürgerlichen an der nächsten Gemeindeversammlung schlagen?

An der Gemeindeversammlung Grenchen kommt es zum Showdown zwischen Bürgerlichen und Linken. Beide Seiten sind sich (hoffentlich) bewusst, dass es vorerst mehr um Prestige als um Geld geht. Denn bei dieser Gelegenheit wird sich vor allem zeigen, welche der beiden Seiten ihre Klientel besser mobilisieren kann.

Vordergründig findet ein Seilziehen statt um einige tausend Franken Subventionen an Grenchner Kulturinstitutionen. Beide Seiten haben dabei gute Argumente: Im Sinne der Opfersymmetrie dürften sicher auch die Grenchner Museen ihren Anteil an die Sparbemühungen leisten.

Anderseits ist klar belegt, dass die beiden Institutionen schlank sind und die öffentliche Hand weniger stark belasten als vergleichbare Museen im Kanton. Und warum gerade die Museen bluten sollen, noch bevor die Gesamtverwaltung auf weiteres Sparpotenzial durchleuchtet wurde, muss schon gut erklärt werden.

So hat beispielsweise das Projekt Effibau gezeigt, dass durch Reorganisationen, bei welchen das Personal mitdenken und mitlenken kann, finanziell einiges erreicht werden kann. Als Nächstes wird nun das Sozialamt durchleuchtet, dies gar auf Initiative des dortigen Chefs.

Und wenn die Info-Verantwortlichen auf der Stadtverwaltung in regelmässiger Kadenz hinschmeissen, deutet dies ebenfalls auf Handlungsbedarf in einer bestimmten Abteilung hin. So oder so ist der Stellvertreter-Kampf, der nächste Woche im Parktheater ausgetragen wird, erst ein Vorgeplänkel. Denn die Vorlagen mit substanziellem Sparpotenzial werden erst noch ausgearbeitet.

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