Die Grenchner Moschee befindet sich erst im Rohbau. Schlagzeilen liefert sie bereits jetzt. Und dies nicht zum ersten Mal. Wenn das so weitergeht, wird der Betrieb unter keinem guten Stern starten. Gefordert sind hüben wie drüben die besonnenen Kräfte.

Treffen sich Gläubige derzeit in der Liegenschaft, hantieren sie mit Maurerkelle oder Bodenplatten. Noch muss das Gebet warten. Wer, wann, unter welchen Bedingungen dort handwerklich tätig ist, das wollten Grenchner Gendarmen etwas genauer wissen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Was sie antrafen, lässt allerdings nicht nur sie, sondern auch den Betrachter leicht stirnrunzelnd zurück: Freiwilligenarbeit ist in unserem Land bekanntlich weit verbreitet. Weshalb also nicht beim islamischen Gotteshaus in der Uhrenstadt. Schön wäre es einfach, wenn sich diese Freiwilligen legal in unserem Land aufhielten.

Zumindest in einem Fall trifft dies nicht zu. Kein Wunder, gab der Betreffende bei der Kontrolle gehörig Fersengeld. Ein echtes Wunder allerdings, dass sich einer der Polizisten bei der Aktion nicht den Hals brach. Ein Sturz von einer ungesicherten Plattform aus grosser Höhe kann bekanntlich hässlich enden.

Abgesehen von den Handwerkern scheint also auch mit der Baustellensicherung nicht alles lupenrein gewesen zu sein. Gerade bei einem heiklen Projekt wie es die Moschee nun einmal ist, braucht es Exponenten, die für Ordnung sorgen und dem Ganzen ein Gesicht geben. Unklare Auskünfte und verklausulierte Botschaften sind einem guten Einvernehmen abträglich. Gleiches gilt für Aktionen, die sich gegen die Moschee und deren Besucher richten. Die aktuellen Sprayereien sind primitiv und nicht tolerierbar.

theodor.eckert@azmedien.ch