Das Wetter ist das dominierende Thema. Immer. Ob der Dauerregen prasselt oder – wie in den vergangenen Wochen – die Sonne aus einem stahlblauen Himmel brannte und
uns einen Spätsommer wie aus dem Bilderbuch bescherte. Gleichzeitig wissen wir alle, der Wettergott ist nicht beeinflussbar. Er arbeitet unabhängig und einfach genau so, wie er will.

Und trotz dieses Wissens sind wir zu Sklaven der Wetterprognosen geworden. Wir lassen uns die Vorfreude auf das kommende Wochenende oder ein paar Tage Ferien vermiesen. Bereits Tage im Voraus konsultieren wir wie wild alle einschlägigen Quellen im Internet, namens 5-Tage-Prognose oder 14-Tage-Prognose.

Meteo ist am Fernsehen SRF die meist geschaute Sendung. Und wenn es dann heisst, gegen das Wochenende hin wird eine Kaltwetter- und Regenfront aufziehen, sind wir frustriert – sozusagen auf Vorrat. Wir lamentieren, dass dieses Wochenende der Grill nicht in Betrieb genommen werden kann, der Veloausflug der Aare entlang oder die Wanderung auf dem Jura ins Wasser fallen werden.

Ein Tipp: Nehmen wir es gelassen und lassen den Wettergott arbeiten, er ist unbestechlich. Das Schielen auf die Wetterexperten bringt nämlich nichts, ausser das stetige Klagen auf Vorrat. Und die Chance, dass die schlechte Wetterprognose dann doch nicht eintritt, ist nicht gering. Dann aber ist es zu spät. Wir haben uns schon in den Tagen zuvor für nichts geärgert.