Polemik

Sechs Wochen Ferien? Quatsch!

Sind Ferien ein zusätzlicher Stressfaktor?

Sind Ferien ein zusätzlicher Stressfaktor?

Die Leute wollen gar nicht so lange Ferien. Liegt es daran, dass Ferien ein zusätzlicher Stressfaktor sind?

Am Samstag gelesen. Quasi als Einstimmung auf den gestrigen Tag der Arbeit: ein wirklich knackiges Interview mit einem Arbeitspsychologen. Er hat bei seinen Antworten bestimmt vorher lange nachgedacht, dann aber frisch von der Leber die heutige Arbeitswelt auseinandergenommen. Vieles war verdammt richtig. Doch dann dies: «Wir tun so, als wären wir selbst die Firma! Das betriebswirtschaftliche Denken geht sogar so weit, dass das Volk in der Schweiz sechs Wochen Ferien an der Urne abgelehnt hat.

Das ist doch, ausser aus der Unternehmerperspektive, abwegig.» Guter Mann, das ist nicht abwegig. Das ist doch reiner Selbstschutz. Die Leute wollen gar nicht so lange Ferien. Ist nur voll Stress. In der Schweiz kann man sie sich kaum noch leisten und die Auswahl terroristenfreier Städte und Strände im Ausland kommt einer Lotterie gleich. Mindestens so krass: Spätestens zu Beginn der zweiten Ferienwoche gehen sich die Paare ohnehin auf den Wecker. Und wer erinnert sich nicht an die strahlenden Gesichter der Ferienrückkehrer, wenn sie am ersten Tag wieder zur Arbeit erscheinen dürfen. Mit zwei Wochen Ferien pro Jahr wäre wirklich allen gedient.

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