Kommentar

Schade, keine richtigen Filmtage

Ein Bild, das es 2021 nicht geben wird. (Archiv)

Ein Bild, das es 2021 nicht geben wird. (Archiv)

«Sofern es die Situation zulässt», soll ein angepasstes, sprich kleineres Filmprogramm vor Ort in drei Kinos in der Stadt durchgeführt werden können. Ansonsten werden die im kommenden Januar stattfindenden 56. Solothurner Filmtage ganz online durchgeführt. Dies wurde am Donnerstag an der Medienkonferenz bekannt gegeben. Ja, es musste so befürchtet werden.

Schade ist es, doch eigentlich muss man froh sein, dass in diesem Winter Filmtage überhaupt in irgendeiner Weise stattfinden können. Zu hoch sind die Corona-Fallzahlen, auch wenn momentan etwas aufgeatmet werden kann, um die Besucher aus allen Ecken der Welt in Solothurn begrüssen zu können. Auch wenn es bis am 20. Januar pandemiemässig besser aussehen könnte: Es werden keine ereignisreichen Tage des Schweizer Films in Solothurn werden. Keine Eröffnungsreden, kein Schaulaufen vor der Reithalle mit Schweizer Schauspielern und Bundesräten, keine Schlacht am kalten Buffet, keine morgendlichen Begegnungen mit Filmakteuren im Barock-Kaffee, keine Preisverleihungen und keine Treffen mit Filmfreaks in überfüllten Beizen.

Dennoch sind erstaunliche 651 Filme am Start, die nun alle online abrufbar sind. Da ist man versucht, auch das Positive zu sehen: Kein langes Anstehen und Bangen umSitzplatzkarten, kein Ausharrenauf unbequemen Stühlen und kein Warten mit hungrigem Magen auf eine schnelle Mittagsverpflegung. Trotzdem schade.

fraenzi.zwahlen@chmedia.ch.

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