Schon heute ist Grenchen froh, dass Grossanlässe problemlos im Stadtzentrum durchgeführt werden können. Es könnte durchaus noch mehr davon vertragen, wenn die Anwohner die dazu nötige Akzeptanz an den Tag legen. Stichwort wäre beispielsweise ein Open-Air-Kino im Sommer. Akzeptanz und bisweilen etwas mehr Flexibilität würden in diesem Sinne auch den Marktfahrern gut anstehen.

An einer Sitzung mit Leserinnen und Lesern zeigten die Behörden, dass sie bereit sind zuzuhören. Wohltuend, dass nicht gleich jeder Vorschlag kommentiert wurde oder erklärt, warum dies oder jenes nicht möglich sei. In der Tat sind sich die Stadtoberen bewusst, dass in Sachen Belebung des Zentrums noch einiges nötig und auch möglich ist. Es ist sozusagen eine Daueraufgabe. Einigermassen frei von (auch finanziellen) Illusionen sind dabei alle Seiten. Leere Mahnmale wie das CS- oder das SWG-Gebäude kann man nicht wegzaubern.

Eine grosse Rolle spielt das Gewerbe, das ja schon heute stark beim Bespielen des Platzes engagiert ist. Das verdient Respekt. Dazu kommen private Macher (das nächste «Rock am Märetplatz» ist am 6. August!). Die Stadt kann mit kleinen Retouchen bei Gelegenheit weitere Mosaiksteine setzen. Für Denkanstösse haben wir nun gesorgt.

Bleibt die Bevölkerung, die natürlich mitziehen muss: Einkaufen und «Einkehren» im Stadtzentrum ist die wichtigste Belebungsmassnahme. Denn wenn der Rubel rollt, ergibt sich vieles von selbst. In diesem Sinne einmal mehr: Willkommen auf dem Märetplatz!

andreas.toggweiler@azmedien.ch