Und sie bleiben, die Spuren der «Bike Days». Gemeint sind hier nicht etwa die Grasnarben und Dreckspuren im Schanzengraben. Dort wird sich der Boden recht schnell erholen – und zudem entstand der «Grabendreck» weniger durch die Biker als durch die heftigen Regengüsse danach.

Mit den bleibenden Spuren ist auch nicht der Muskelkater gemeint, den man sich während der «Bike Days» geholt hat. Entweder im Oberschenkel beim Mitfahren oder aber im Unterkiefer beim Zuschauen. Unglaublich, was diese Velo-Akrobaten alles machen. Schon nur deswegen lohnt sich ein Besuch dieses mittlerweile für Solothurn wichtigen Events.

Nein, was bleibt, sind gewisse gelbe Pfeile auf den Strassen. Mit diesen aufgeklebten Bodenmarkierungen wurden die Velofahrer rund um und durch Solothurn gelotst. Denn oft ist der Rennfahrer so konzentriert, dass er seine Umgebung gar nicht wahrnimmt, sondern nur auf den Boden schaut und fährt.

Nun findet man immer noch viele solcher Pfeile, beispielsweise rund ums Schulhaus Fegetz. Das ist natürlich praktisch, denn so können die Schüler gleich vor Ort «Velo fahren lernen».

Unsereiner musste seinerzeit noch in den sogenannten Verkehrsgarten, um zu üben. Dank den «Bike Days» kommt der Verkehrsgarten nun zum Schulhaus. Und falls sich die Schüler brav an die Markierungen am Boden halten, so sollten auch keine Unfälle passieren – vorausgesetzt, sie wissen schon, wo lechts und rinks ist.

Auf dem Boden bleiben auch andere Pfeile, die der aufmerksame Lenker zum Beispiel auf der Werkhofstrasse oder auf der Rötistrasse erblickt: kleine weisse Pfeile. Diese sind aber nicht hingeklebt, sondern aufgemalt, damit sie das Wasser nicht ablöst und wegschwemmt.

Jeder kleine Pfeil zeigt nämlich auf einen Abwasserabfluss. Dem Autofahrer kann das ziemlich egal sein, wo das Wasser abläuft, Hauptsache, es läuft ab (das ist übrigens für die Velofahrer noch wichtiger!). Wofür also diese weissen Pfeile auf der Strasse jeweils einen Meter vom Abfluss entfernt? Ist doch klar: Damit das Wasser weiss, wo es abfliessen muss! Denn oft ist es so konzentriert, dass es seine Umgebung gar nicht wahrnimmt, sondern nur auf den Boden schaut und fliesst. Voilà.