Stimmt, man muss ja auch nicht alles anwenden, was sie zu bieten haben.

Diese Apparätli können enorm viel, aber selbst für einen banalen Telefonanruf ist es unerlässlich, dass man sie zur Hand hat.

Sie ahnen, worauf das hier hinausläuft? Richtig: Die flachen Kistli neigen dazu, unauffindbar zu sein. Am Arbeitsplatz geht es ja noch. Der ist in der Regel überschaubar. Doch zu Hause liegen sie mal hier, mal da herum und die verzweifelte Suche endet nicht selten damit, dass mittels eines anderen Geräts die eigene Telefonnummer angewählt werden muss, um den Standort dank dem vertrauten Klingelton ausfindig zu machen. So wieder einmal geschehen während der Ostertage.

Das Harfenspiel ertönt tatsächlich im Wohnbereich. Aber aus welcher Ecke stammen die Klänge? Vom Esstisch hinten? Fehlanzeige, kein Handy. Eigenartig, sie kommen doch eher aus Richtung Polstergruppe. Nein, nichts zu finden. Verflixt, tönt die Melodie etwa bloss aus dem Festanschluss heraus, der bei der Suche hilft? Das gibts doch nicht. Nochmals eine Drehung um die eigene Achse. 

Aha, es harft munter weiter aus Richtung Klavier. Auch hier keine Spur vom Mobiltelefon. Langsam ist es zum Verrücktwerden, sind doch die Harfenklänge weiterhin deutlich zu hören. Zwei, drei Schritte in die Zimmermitte, eine weitere 360-Grad-Drehung, ein Blick an die Decke – der Verzweiflung nahe, gleichzeitig beide Hände auf die Gesässtaschen geknallt. Rechts der Kamm, aber hallo, was ist denn das auf der linken Seite?