Studie

Olten darf Cultibo nicht hängen lassen

Die Bifang-Ecke mit dem Quartierzentrum Cultibo gilt heute als eigentlicher Identitätsstifterauf der rechten Aareseite.

Die Bifang-Ecke mit dem Quartierzentrum Cultibo gilt heute als eigentlicher Identitätsstifterauf der rechten Aareseite.

Die positive Studie ist für Betreiber des Begegnungszentrums ein Geschenk des Himmels und kommt just im richtigen Moment, denn Ende Jahr läuft der Leistungsauftrag mit der Stadt aus.

Die gestern veröffentlichte Studie zum Cultibo liest sich wie ein Gefälligkeitsgutachten, ist aber eine harte wissenschaftliche Untersuchung: Das vor fünf Jahren gegründete Begegnungszentrum löst fast alle Versprechen ein, welche bei seinem Start erhofft wurden. Auch für die Stadt Olten ergeben sich viele Vorteile für die in diesem Jahr gezahlten 54'000 Franken Subvention.

Die positive Studie ist für die Cultibo-Betreiber ein Geschenk des Himmels und kommt just im richtigen Moment. Ende Jahr läuft der Leistungsauftrag mit der Stadt aus. Auch der Mietvertrag des von der Stadt im Herbst 2014 an einen Privaten verkauften Gebäudes muss verlängert werden.

Mit der Studie haben die Cultibo-Verantwortlichen gute Argumente in der Hand für einen neuen Vertrag mit Stadt und Vermieter. Der Stadtrat kann es sich nun kaum leisten, ein schweizweites Vorbildprojekt finanziell hängen zu lassen. Und auch der Vermieter muss sich gut überlegen, ob der Aufschrei in der Öffentlichkeit nicht zu gross wäre, wenn er mehr Miete fürs Begegnungszentrum verlangen würde.

An der Nase nehmen muss sich auch das Parlament. 2013 hatten die Bürgerlichen dem Begegnungszentrum die Gelder gekürzt mit dem Argument, dass die Beiträge nur als Starthilfe gedacht waren. Mit der jetzigen Studie gibt es keinen Grund mehr, weitere Kürzungen vorzunehmen. Im Gegenteil: Sie liefert eher ein Argument dafür, die Subvention wieder zu erhöhen, um künftig vielleicht Sozialausgaben sparen zu können. Und das wäre doch ganz im Sinne der Bürgerlichen.

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