Streetfood-Festival Solothurn

Ochsentour eines OK

Rund 20'000 Besucher fande ans 2. Streetfood-Festival.

Rund 20'000 Besucher fande ans 2. Streetfood-Festival.

Wie heute eine neue Generation Feste der Superlative aus dem Hut zaubert.

Der letzte ganze Ochse kam in Solothurn 1973 an den Spiess. Vor St. Ursen, am Stadtfest zum 200-Jahr Jubiläum der Kathedrale. Das Fest-OK bestand in jener Zeit aus klingenden Namen. Je höher die Charge, desto wichtiger der Titel. Regierungsrat oder Stadtpräsident mindestens. Zu tun hatte er mit dem Fest wenig. Eine Rede zur Eröffnung schwingen, das Okay zum Konterfei im Festführer - das war es dann schon.

Die Zeiten haben sich geändert. Und die Ansprüche an die Professionalität eines OK auch. Parkplatzregime, Kontakt zur Anwohnerschaft, Sicherheits- und Samariterdienst, PR auf allen Kanälen und ein geschicktes Management der Infrastruktur sind gefordert. Beliebigkeit hat da keinen Platz. Es braucht Leute, die auf der sicheren Seite stehen, auch wenn der Ansturm auf das Fest grössere Ausmasse annimmt, als angenommen.

So gesehen war das 2. Streetfood Festival in Solothurn ein Lehrstück, wie man es machen sollte. Ein Eidgenössisches Schwingfest im Miniformat. Alles klappte, kleine Mängel des Vorjahres wurden von den unaufgeregten, jungen Ok-Mitgliedern klar analysiert und ausgemerzt.

2. Streetfood-Festival Solothurn

2. Streetfood-Festival Solothurn

Das ist kein Zufall. Das OK stammt aus der Kaderschmiede der Kulturfabrik Kofmehl. Auch wenn nicht mehr alle dort engagiert sind, ihre Sporen haben sie sich noch blutjung mit harter Arbeit in der Event-Organisation abverdient. Damit verfügt Solothurn über ein Knowhow, das für diese festverrückte Kleinstadt ein riesiger Trumpf ist.

Das Resultat lässt sich sehen: Drei Tage friedliche Sommerparty mit tausenden Besuchern aus verschiedensten Kulturen - die mehr als der Appetit auf exotischen Food verbindet.

wolfgang.wagmann@azmedien.ch

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wolfgangwagmann

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