Wo gehen wir heute essen? Das «Pöstli» in Riedholz ist umgebaut worden. «Super Idee, da schauen wir vorbei!» «Hmmm», wirft die eingeladene Ehefrau ein, «und wie kommen wir wieder zurück?» Tatsächlich. Wie kann man nur so blöd sein.

Freiwillig fährt kein Solothurner nach Riedholz. Denn das ist der automobile Super-Gau. Die haben ja alles dichtgemacht, sogar die Riedhölzler selber. Ganz nach dem Motto: Bloss nirgends Fluchtverkehr bitte!

Das führt dazu, dass man nur noch über Zuchwil nach Solothurn zurückkommt. Und abends bis zu 20 Minuten den St. Ursenturm betrachtet, der einfach nicht näher rücken will. So haben wir uns auch seit Monaten den delikatesten aller Russenzöpfe, den der Bäckerei Graber, verkniffen.

Die steht nämlich in Riedholz. Schön blöd. Für die braven Bäckersleut. An die denkt offenbar niemand. Nicht einmal die dorfeigenen Behörden. Ist doch wurst, wenn nächstes Jahr weniger Steuern fliessen, weil im Dorf einige Geldquellen versiegt sind.

Aber vielleicht lernt jemand etwas aus dem Fiasko: An der Baselstrasse wird nämlich wegen der heiligen Kuh Bipperlisi noch einige Jährchen gewerkelt. 2020 könnte es den «Sternen» in Solothurn treffen. Dann haben die den Salat.