Von nichts kommt nichts …, selbst die banalsten Volksweisheiten gründen letztlich tiefer als ein morscher Zaunpfahl. So lassen sich auch sportliche Erfolge nicht allein am Talent eines Ausnahmekönners festmachen, das diesem bereits in die Wiege gelegt wurde. Sie basieren ebenso sehr auf Leistungsbereitschaft, Durchhaltewillen, und ganz zentral, den idealen Rahmenbedingungen.

Was eine umfassende, längerfristig ausgerichtete Sportförderung bewirken kann, beweist ein Blick auf die internationale Sportwelt. Auch Athleten kleinerer Nationen gelingt es mit schöner Regelmässigkeit, für positive Schlagzeilen zu sorgen.

Und in ihrem Schlepptau kündigt sich nicht selten gleich weiterer Nachwuchs an, bereit zum Sprung nach ganz oben. Weniger schön: In der Vergangenheit haben dahinter auch schon mal ideologisch geprägte Auswahl- und Aufbauprogramme besonders ambitionierter Staaten gesteckt, denen letztlich sämtliche Mittel recht waren, um an die begehrten Medaillen zu gelangen.

Zweifellos ist der saubere Weg der wesentliche härtere – ohne, dass eine Erfolgsgarantie inbegriffen wäre. Trotzdem haben ihn rund 160 Nachwuchssportler des Leistungszentrums Solothurn eingeschlagen.

Hier steht nicht die Körperertüchtigung im Fokus. Die jungen Burschen und Mädchen haben sich vielmehr dem knallharten Spitzensport verschrieben. Diesen auszuüben, ohne die Ausbildung zu vernachlässigen, ist eine Herkulesaufgabe. Ohne die Unterstützung engagierter Erwachsener wären sie auf verlorenem Posten. Beides verdient Respekt.