Gemeinderat Horriwil

Neustart nach Mass

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Am Sonntag wurde Martin Rüfenacht zum neuen Gemeindepräsidenten von Horriwil gewählt.

Horriwil hat einen neuen Gemeindepräsidenten – wieder einmal. Im Vergleich mit den Kolleginnen und Kollegen in der Region mit langen Amtszeiten gab man sich in Horriwil die Klinke in die Hand. Ammänner wurden still gewählt und schieden mehrfach im Groll wieder aus dem Amt aus. Seit gestern sind die Chancen intakt, dass der Politbetrieb im Wasserämter Dorf zur Ruhe kommt.

Das liegt in erster Linie an den Versprechungen von Martin Rüfenacht. Er kann und will sich für das Amt Zeit nehmen und ist bestrebt, den Dialog im Dorf zu pflegen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sollen sich einbringen können. Konsens statt Krach also. Diesen Worten müssen nun Taten folgen. Der Auftakt jedenfalls ist geglückt. Der deutliche Wahlsieg offenbart ein grosses Vertrauen der Horriwiler in ihren neuen Gemeindepräsidenten. Rüfenacht hat nun gut ein halbes Jahr Zeit zu zeigen, dass die Stimmbevölkerung auf den richtigen Kandidaten gesetzt hat. Sonst wäre der unterlegene Ammann zur Stelle.

Sieger in Horriwil war gestern nicht nur Martin Rüfenacht, sondern die Demokratie als solche. Dem Engagement der Wahlkommission ist es zu verdanken, dass eine echte Wahl stattfinden konnte. Dasselbe zeichnet sich laut Wahlkommissionspräsident Attila Lardori auch für die Gemeinderatswahlen ab. Was in anderen Gemeinden Parteien tun, nämlich Personal für öffentliche Chargen zu rekrutieren, leistet in Horriwil ein ehrenamtliches Gremium. Dem Dorf ist zu wünschen, dass das konstruktive Engagement die kommende Legislatur prägt. Damit sich die Verhältnisse in Horriwil endlich normalisieren.

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