Die goldene Krone glänzt wieder am ersten Haus von Solothurn. «La Couronne» stand von jeher an der Fassade, und so nennt sich künftig das Hotel mit 28 Zimmern mitsamt Restaurant und Saal. Solothurn hat ein wichtiges Stück Heimat wieder.

Es war kein einfacher Weg zum Ziel. Schon der Kauf vor fünf Jahren durch den Kanton und die Stadt löste Irritationen der ordnungspolitischen Art aus. Doch wenn ein potenter Investor bereit ist, 18 Mio. Franken in eines der wichtigsten Ensembles der historischen Altstadt zu stecken, ist keine Zeit zu verlieren. Die hat dann ein hartnäckiger Einsprecher genug gekostet.

Doch die Geduld des jetzigen Investors, der Swiss-Prime-Anlagestiftung, hat sich ausbezahlt: Die Stadt Solothurn erhält nicht nur eine schmucke Fassade mehr, sondern auch ein hochwertiges neues Tourismus-Produkt.

Ein Glücksfall, dass mit Markus Graf ein Herz-Solothurner über lange Jahre diverse Schlüsselpositionen beim grössten Immobilien-Player der Schweiz bekleidet hat. Schon die Seminarmeile war seinem persönlichen Engagement zu verdanken. Ein touristischer Quantensprung, der Solothurns Stadthotellerie in neue Sphären katapultiert hat. Die «Couronne» wird nun einen wesentlichen zusätzlichen Impuls bringen. Aber auch die innerstädtische Konkurrenz zwingen, innovativ hart am Wind zu bleiben.

Denn nicht alles glänzt so golden wie nun die Krone an der Hausfassade vor St. Ursen: Hotels und Restaurants in der Altstadt kämpfen ständig mit Preisdruck und Investitionsbedarf in ihren Häusern. Und der andere grosse Solothurner Player, das vormalige «Ramada» und jetzige H4-Hotel, ist im Palais Besenval immer noch auf der Sinnsuche. Der in der «Couronne» wohl gefunden worden ist.

wolfgang.wagmann@azmedien.ch

Hier geht es zum Hauptartikel