Persönlich

Made in China

Eine neue Bratpfanne muss her. Eine zu finden, die nicht «made in China» ist, gestaltet sich jedoch schwieriger.

Eine neue Bratpfanne muss her. Eine zu finden, die nicht «made in China» ist, gestaltet sich jedoch schwieriger.

Letzthin wies mich Gisela auf die Metallsammlung im Dorf hin. Die Strassen seien gesäumt von Bratpfannen. Ich kenne das Problem. Ich wollte mir eine neue Bratpfanne kaufen. Gleichzeitig habe ich mir vorgenommen, besser darauf zu achten, wo und wie die Gegenstände, die ich kaufen will, produziert werden.

Also habe ich mir die Bratpfannen im Laden genauer angeschaut. Ich muss sagen, ich war schockiert. Mit Ausnahme einer Bratpfanne (aus Italien) alles «Made in China». Dann habe ich die Etiketten bei den Pfannen angeschaut: «Made in China». Und das Besteck: «Made in China». Und ... Es ist, wie wenn ich in Peking einkaufe. Zur Ehrenrettung des Grossdetaillisten: Ich habe auch ein Schweizer Produkt gefunden. Einen Kartoffelschäler mit Schweizer Kreuz auf der Etikette.

Zurück zu den Chinesen. Mit diesen habe ich aktuell ein grosses Problem. Sie wissen ja: wegen der Zwangsumerziehung der Uiguren, der Unterdrückung der Tibeter und, und, und … Klaus, Giselas Mann, findet zwar die Amerikaner ebenso schlimm. Aber ich bleib dabei. Ich kaufe nichts «Made in China» und stelle es dann nach zwei Jahren an den Strassenrand. Fast nichts. Weil – es eilte und an der Kasse war gerade keine Schlange und daneben stand der Lesebrillenständer. Schnell meinen Style gesucht und bezahlt. Ja, Sie wissen schon, als ich zu Hause auf die Etikette schaute …

urs.byland@chmedia.ch

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