Angesprochen aufs CIS, reagieren viele Sportvereine mit Verdruss. Ausser kleineren «Trostpflästerlisanierungen» bleibt das Sportzentrum das, was es in den vergangenen Jahren war. Sanierungsbedürftig, sicherheitsbedenklich, kaum turnierkonform und oft ungereinigt. Die konkursiten Verantwortlichen, sofern es sie noch gibt, bleiben im Halbdunkel. Die Stadt als Baurechtsgeberin sieht kaum Handhabe, um die Betreiber in die Pflicht zu nehmen. Und auch nach einem millionenschweren CIS-Aufwisch – rechnet eine Bedürfnisabklärung vor – bräuchte es zusätzlich noch drei mal drei Hallen für städtische Sportbedürfnisse.

Eine neue Interessengemeinschaft soll beiden Problemen Abhilfe schaffen. Und in der Person von FDP-Kantonsrat Simon Michel kommt eine neue Figur aufs Spielfeld. Die unausgesprochene Hoffnung ist, dass der einflussreiche Unternehmer als Zugpferd und Netzwerker zusammen mit seiner Task-Force die richtigen Fäden zieht, damit ambitionierte neun Hallen auf der grünen Wiese Gestalt annehmen. Derweil dämpft man seitens der Stadt die Pionierlaune: Sportinfrastruktur muss regional geplant werden, heisst es dort. Tatsächlich hat die Repla geografisch grösser gefasste Bedarfsabklärungen am Laufen, um die künftige Sportinfrastruktur zu gestalten.

Keine Frage: Die Kulturstadt Solothurn ist über die Jahre in Sportlaune gekommen – der oft wiederholten Meinung zum Trotz, ihr Stadtpräsident ziehe das eine dem anderen vor. Nun wäre Teamsport gefragt: Nämlich die Ressourcen von privater wie öffentlicher Hand zu bündeln.

 andreas.kaufmann@azmedien.ch