Kommentar

Gutes Signal zur rechten Zeit

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kanton Solothurn hat in Corona-Zeiten einen Gang höher geschaltet.

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kanton Solothurn hat in Corona-Zeiten einen Gang höher geschaltet.

Auch wenn der Umfang der Unterstützung politisch umstritten ist, war es eine gute Nachricht: für die Kurzarbeitsentschädigung können im Fonds der Arbeitslosenversicherung bis 8 Milliarden Franken beansprucht werden. Gleichzeitig wird die Karenzfrist verkürzt. Das hat der Bundesrat im Rahmen seines Massnahmenpakets beschlossen. Wie sich in der Corona-Krise in den vergangenen Tagen wiederholt gezeigt hat: Entscheiden ist das eine, Umsetzen das andere. Und siehe da: Der Kanton Solothurn hat rasch begriffen, worum es geht. Gab es vor wenigen Tagen noch Klagen aus KMU-Kreisen, das Amt für Wirtschaft und Arbeit nehme sich eher mehr als weniger Zeit für die Bearbeitung der Gesuche, hat die Stimmung nun gekehrt.

Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass das AWA mehr als einen Gang höher geschaltet hat. Es werden mehr Gesuche von mehr Leuten in kürzerer Zeit bearbeitet. Ein erfreuliches Signal in schwierigen Zeiten. Und eine schiere Notwendigkeit angesichts der Folgen der ausserordentlichen Lage. Was selbstredend nichts daran ändert, dass die Kurzarbeitsentschädigung längst nicht alle erfasst, die sie brauchten. Anspruch haben nur beitragspflichtige Arbeitnehmende in einem unbefristeten, ungekündigten Arbeitsverhältnis. Alle andern gehen leer aus. Hier ist über den Tag hinaus anzusetzen: Der Kanton muss mit den Wirtschaftsverbänden ein umfassendes Paket schnüren, das möglichst allen Beschäftigten zugutekommt.

balz.bruder@chmedia.ch

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Balz Bruder

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