Kommentar

Gut, ist jetzt dann Schluss mit Wählen

«Weil der grosse bürgerliche Schulterschluss für die Kandidatur von SVP-Herausforderer Christian Imark nicht stattgefunden hat und nicht unwahrscheinlich anmutet, dass die Stimmfreigaben von CVP und FDP mitunter zum Fernbleiben von der Urne führen werden, wäre alles andere als ein Wahlsieg von Amtsinhaber Roberto Zanetti (SP) eine faustdicke Überraschung.»

«Weil der grosse bürgerliche Schulterschluss für die Kandidatur von SVP-Herausforderer Christian Imark nicht stattgefunden hat und nicht unwahrscheinlich anmutet, dass die Stimmfreigaben von CVP und FDP mitunter zum Fernbleiben von der Urne führen werden, wäre alles andere als ein Wahlsieg von Amtsinhaber Roberto Zanetti (SP) eine faustdicke Überraschung.»

Als gute Demokraten gestehen wir es uns vielleicht nicht so gern ein. Wer sich vor dem Ständeratswahlgang am Wochenende so umhört, kann allerdings zum Schluss kommen, sowohl die Kandidaten als auch die Wählerschaft hätten die Wahlen allmählich gesehen. Eine gefährliche Aussage. Denn der Kanton Solothurn hat sich schon am 20. Oktober nicht durch eine besondere Wahlbeteiligung hervorgetan. Und die Aussichten, dass es am 17. November besser wird, sind wenig verheissungsvoll. Im Gegenteil: Es steht zu befürchten, dass der zweite Ständeratssitz bei erheblicher Wahlabstinenz vergeben wird.

Das hat nicht nur, aber auch mit der Ausgangslage zu tun. Weil der grosse bürgerliche Schulterschluss für die Kandidatur von SVP-Herausforderer Christian Imark nicht stattgefunden hat und nicht unwahrscheinlich anmutet, dass die Stimmfreigaben von CVP und FDP mitunter zum Fernbleiben von der Urne führen werden, wäre alles andere als ein Wahlsieg von Amtsinhaber Roberto Zanetti (SP) eine faustdicke Überraschung. Dies umso mehr, als die Linke nach den bisherigen Verlusten wahrhaft Grund hat, nicht auch noch den Solothurner Ständeratssitz aufs Spiel zu setzen.

Für gute Demokraten, mit oder ohne Parteibuch von SVP oder SP, mit oder ohne Stimmfreigabe-Billett von CVP und FDP, mit oder ohne Kandidaten-Präferenz muss bei allem Wahl-Überdruss gelten: Ab an die Urne! Danach ist Schluss. Vorderhand.

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