Städte-Rankings sind nicht die Lieblingsdisziplin von Grenchen. Denn im Vergleich zu Solothurn ... Nein, wir wollen nicht gemein sein. In irgendeiner Disziplin ist Grenchen doch Klassenbester. Und tatsächlich: Nun versucht ein Meteorologe, den Grenchnern stolz zu beweisen, sie, und nur sie, hätten die schneereichste Stadt im Mittelland. Biel, Moutier, ja sogar unser «Schneeloch» Riedholz müssten sich vor so viel Schneereichtum schamhaft verkriechen. Bizarr die späte Beweisführung: Am Samichlaustag 2010 seien bei ihnen 31 cm Neuschnee gefallen. Gefallen, oder am Schluss gelegen?

Nun, in Solothurn waren es damals 36 cm. Das sind 5 cm mehr. Können wir auch nach fünfeinhalb Jahren noch beweisen. Denn auch wir führen akribisch Buch über unsere Schneemengen. Nicht, dass jemand in Grenchen noch auf die Idee käme, man sei wenigstens in Sachen Schnee ganz vorne. Denn wo wart ihr am 10. Dezember 2012? Als morgens mein Meter im weissen Polster auf dem Pingpong-Tisch im Garten versank und versank – bis zur Anzeige: Neunundreissig Zentimeter! 39! Die müsst ihr uns erst mal nachmachen.

Morgen sehen wir das grosse Finale der Eisheiligen. Kalte Sophie. Vielleicht gibts ein paar Millimeter. Ja, Schnee! Oben, auf den Grenchenbergen. Wer weiss. Ist uns auch egal. Wir sind gar nicht so scharf auf den nächsten Titel. 90 waren es gestern Mittag gewesen. Neunzig. Zum Glück nur Millimeter. Regen. Innert 36 Stunden. Könnt Ihr das überbieten, liebe Grenchner? Wir würden euch diesen Titel ja gönnen: «Grenchen, das Regenloch des Mittellandes».