Ebenso darüber, ob es sinnvoll ist, an der «mia» Eintrittsgeld zu erheben. Gewisse Kommentare aus der Kantonshauptstadt aber gehen gar nicht. Mit vor Spott triefender Zunge haben sie berichtet, mit in Hohn getränkter Feder geschrieben. Auf die Nase seien wir gefallen und überhaupt, dieses Grenchen. He nu so de.

Umegä göut: Jetzt habt Ihr in Solothurn Euren Mist und bleibt darauf sitzen. Die hochtrabenden Pläne für eine Wasserstadt sind höchstens noch zum Bau von Luftschlössern geeignet, und nicht einmal die Zuchwiler wollen mit Euch ins Bett steigen. Gleichermassen als Rettungsanker dient nun die Idee, Euer Schwimmbad wie das Grenchner Bijou unter Denkmal-Schutz zu stellen. Fehlt nur noch, dass Ihr Eure Anstalt im Westen zur «Barock-Badi» hochstilisiert.

Erfreulicheres Thema. Nach 37 Jahren Tätigkeit übergibt Fritz Wirth sein Sportgeschäft in neue Hände. Wie haben wir uns damals in jüngeren Jahren doch gefreut, als der in unseren Augen etwas gar hausbackene «Lehmann-Sport» von einem unserer (Fussball-) Helden übernommen wurde. Für den Stadtbummler auch Anlass, etwas in Nostalgie zu machen, auf grandiose Nationalliga-Zeiten des FCG zurückzublicken. Unvergessen dabei eben die Auftritte von Fritz Wirth, der (neben einem Ausflug zum grossen FC Basel in der Saison 1974/75) gut ein Jahrzehnt als linker Flügel gewirbelt, gedribbelt, geflankt und Tore geschossen hat. Mit seiner unvergleichlichen Technik hat er so manchem gestandenen und erdigen Verteidiger Knoten in die Beine gespielt. Wehe jedoch, er fühlte sich vom Spielleiter benachteiligt. Die Pappeln (Populus nigra ‹Italica›), die damals noch hinter dem nördlichen Tor standen, erzitterten ebenso wie die Tausenden von Zuschauern, wenn sein markerschütterndes, knapp unter der Schmerzgrenze liegendes «Hei Schiri!» durch das Stadion Brühl hallte.

In seinem Geschäft blieb auch immer Zeit für einen «Schwatz». So durfte der «Bummler» die eine oder andere spannende Anekdote aus berufenem Munde hören: Über den legendären «Schwarzen Panther» Erwin Ballabio etwa, über die seltsamen Trainingsmethoden des Zipfelmütze-Trägers «Tschik» Cajkowski, über die ebenso seltsamen Ernährung-Tipps eines «Cebi» Cebinac, über die abenteuerlichen Eskapaden des mit einem untrüglichen Torriecher versehenen «Didi» Nüssing, und, und, und. Dass es ihm – zusammen mit seinem treuen Mitarbeiter und brüderlichen Freund Martin Krebs – gelungen ist, ein Fachgeschäft beinahe vier Jahrzehnte zu führen, der Konkurrenz von Grossverteilern und Online-Geschäften zu trotzen und dennoch diesen familiären Charakter beizubehalten, verdient allergrössten Respekt. Der sportliche Ehrgeiz ist ihm übrigens auch mit 63 Jahren nicht abhandengekommen. Sollten Sie gelegentlich in der Nähe des Tennisplatzes Pieterlen oder beim Bachtelen einen spitzen Schrei hören, machen Sie sich keine Sorgen: Fritz Wirth geht nur einem seiner Hobbys (Tennis, Fussball) nach.