Schulbericht

Gefährliche Schwelbrände

Der Bericht wurde am Dienstag vorgestellt.

Der Bericht wurde am Dienstag vorgestellt.

Aus dem Gerangel rund um den Schul-Evaluationsbericht Hägendorf sollten Lehren gezogen werden.

Unabhängig davon, wie schwer und wie zutreffend die Vorwürfe gegen die Schulleitung in Hägendorf sind, wird diese auszuwechseln sein. Denn die Schule braucht einen Neubeginn.

Die Gefahr ist zu gross, dass sich die schlechte Atmosphäre und die Spannungen zwischen Lehrerschaft und Schulleitung negativ auf den Schulbetrieb auswirken könnten. Bildungsdepartement und Gemeindebehörden haben rasch zu handeln, denn im jetzigen Misstrauensklima ist eine ordentliche Schulführung kaum mehr möglich.

Mit der Auswechslung der Schulleitung darf der «Fall Hägendorf» jedoch nicht als abgeschlossen betrachtet werden. So ist beispielsweise der Frage nachzugehen, weshalb die Schulleitung in Hägendorf offenbar zu wenig Engagement an der Front zeigte und vorwiegend administrativ gewirkt haben soll. Kantonsweit schwelt nämlich schon lange Kritik, die Bildungsbürokratie habe massiv zugenommen, was Lehrerschaft und Schulleitungen arg belaste. Bringt hier der «Fall Hägendorf» ein weiteres Feuer zum Brennen?

Indem der Hägendörfer Gemeindepräsident den Schwelbrand nach Vorliegen des Berichtes über die externe Schulevaluation (ESE) verdeckt halten wollte, hat er sich selber, aber vor allem der Schulleitung, die er in Schutz nehmen wollte, und der Schule gesamthaft einen Bärendienst erwiesen. Zum ESE-Bericht mag man stehen, wie man will – in Hägendorf hat er Wirkung gezeigt. Doch er könnte auch Teil des Problems sein. Ist dem so und wird nichts dagegen unternommen, werden sich die roten Ampeln in den Schulen mehren – bis zur letzten Ampel, die dereinst das Solothurner Rathaus verpasst bekäme. So weit darf es nicht kommen!

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