Integration

Fussball vollbringt Wunder in der 5. Liga

Integration durch Fussball kann gelingen, wie die unterschiedlichsten Vereine der 5.Liga beweisen.

Integration durch Fussball kann gelingen, wie die unterschiedlichsten Vereine der 5.Liga beweisen.

Ausländervereine sollten bei der Integration ihrer Mitglieder zu Vorreitern werden.

Was auf der grossen Weltbühne unvorstellbar scheint, wird im kleinen Derendingen gelebt und die schönsten Geschichten schreibt König Fussball auf dem absolut untersten Level: Da engagiert Canspor, der neu gegründete Verein der Aleviten, zwei Sunniten als Trainer für die absolut erste Saison der Vereinsgeschichte.

Nur «wir schaffen das» zu sagen, das genügt nicht. So gelebte Toleranz braucht am Anfang sicherlich einen Schritt der Überwindung. Aber wenn es nur darum gehen würde, sich abzugrenzen, dann hätten die vielen Ausländervereine im Regionalfussball überhaupt keine Existenzberechtigung. Wenn dagegen aktiv vorgelebt wird, was Toleranz und Fairplay wirklich bedeuten, dann leisten diese Ausländervereine wertvolle Arbeit zur Integration ihrer Mitglieder in unsere Gesellschaft.

Und wie wäre es, wenn die türkische Nationalmannschaft einen kurdischen Trainer engagieren würde? Undenkbar? Während im fernen Anatolien schwere ethnische Konflikte wüten, werden schon bald der Kurdische FC und der Türkische SC in der Solothurner 5. Liga gegeneinander antreten.

Die in der Region lebenden Türken und Kurden müssen dann ihre Konflikte für die 90 Minuten eines Fussballspiels vergessen können. Und wer weiss, vielleicht geht das Fussballspiel dann auch noch in eine Art Verlängerung? Nicht auf, sondern neben dem Rasen, indem die Solothurner Kurden und Türken nach dem Schlusspfiff noch freundschaftlich ein wenig über Fussball diskutieren? Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

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