Persönlich

Fünf FDP-Kandidaten für die Regierung: die Qual der Wahl

Wahlprospekte der FDP-Kandidaten für den Solothurner Regierungsrat.

Wahlprospekte der FDP-Kandidaten für den Solothurner Regierungsrat.

Ende August nominiert die FDP neben Remo Ankli einen zweiten Regierungsratskandidaten.

Die Delegierten der FDP Kanton Solothurn haben dieser Tage Post erhalten. Mit individuell gestalteten Prospekten empfehlen sich ihnen die fünf freisinnigen Kandidierenden für den frei werdenden Sitz von Regierungsrätin Esther Gassler. Wer an der Nominationsversammlung Ende August das Rennen macht, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit im Frühling neben Remo Ankli in den Regierungsrat gewählt.

Bei den Traditionalisten unter den Delegierten dürften Landwirt Peter Hodel oder Gewerblerin Marianne Meister punkten. Mit seinem Faltblatt, Layout und Farben folgen getreu der Marke FDP, präsentiert sich Peter Hodel als der Mann «für den Kanton SO. SO oder SO.» Das Solothurner Lied dürfte ihm als Vorlage gedient haben. Mit ihrem Prospekt in Schwarz-Rot statt Blau gibt sich Marianne Meister etwas mutiger. Ob die rot geschminkten Lippen die Aneinanderreihung von Lebensdaten wachküssen können, sei allerdings dahin gestellt.

Ganz anders vermarktet sich Bergsteigerin und Kommunikationsfachfrau Anita Panzer. Wer mit ihr am Seil hängt, den führt sie sicher durch die Höhen und Tiefen der Politik. Um ein ähnliches Selbstmarketing bemüht sich Oberrichter und Bergsteigerkollege Frank Urs Müller. Unter seiner Leitung kann es mit der FDP nur noch «aufwärts» gehen. Wer das FDP-Marketing verbessern will, ist mit den beiden also gut bedient. Und dann bleibt noch Peter Brügger. Auch der Bauernsekretär setzt auf Berge, aber nicht auf schneebedeckte Dreitausender, sondern den Solothurner Jura. Diesen Fokus unterstreicht der «Knochenarbeiter» mit präzisen politischen Anliegen. Bei so viel Höhenluft wird die Wahl zur Qual.

elisabeth.seifert@azmedien.ch

Autor

Elisabeth Seifert

Elisabeth Seifert

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